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Kinofilm „Heldin“: Kollaps im Krankenhaus

Der Film „Heldin“ mit Leonie Benesch in der Hauptrolle startet jetzt in den Kinos.
Der Film „Heldin“ mit Leonie Benesch in der Hauptrolle startet jetzt in den Kinos. (Foto: © TOBIS Film GmbH)

Gerade noch begeistert bei der Berlinale aufgenommen, startet Petra Volpes Krankenhausdrama „Heldin“ mit Leonie Benesch in der Hauptrolle schon in den Kinos.

Unterbesetzte Stationen, überbelegte Betten: Selten zeigt ein Spielfilm die katastrophalen Zustände im Gesundheitsbereich so ehrlich, wie Petra Volpes Film „Heldin“ mit Leonie Benesch in der Hauptrolle.

Für die Pflegefachkraft Floria Lindt (Leonie Benesch, „September 5“, „Der Schwarm“) beginnt eine ganz normale Spätschicht in einem Krankenhaus in der Schweiz und in einer hoffnungslos unterbesetzten Station mit vielen – zu vielen – Patienten. Trotz aller Widrigkeiten beginnt Floria ihren Dienst voller Enthusiasmus. Doch schnell wird klar, dass diese Schicht eine Schlacht wird, die sie nicht gewinnen kann. In ihrem Kampf gegen die Zeit leidet zuerst die Fürsorge und dann die Sorgfalt. Dass der Film zu einem fast körperlich fühlbaren Kinoerlebnis wird, liegt vor allem an Kamerafrau Judith Kaufmann („In Liebe, Eure Hilde“), die den Zuschauer quasi mit durch die Krankenhausflure jagt, und natürlich liegt es an der großartigen Hauptdarstellerin. Leonie Benesch zeigt wie bereits in „Das Lehrerzimmer“ erneut eine Leistung, die auch nach Filmende lange nachwirkt. Regisseurin Petra Volpe („Die göttliche Ordnung“) lenkt den Spot in „Heldin“ auf die vielen Pflegekräfte, die in unserem Gesundheitssystem noch immer unterbezahlt und in ihrer Unterbesetzung völlig überfordert sind.

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