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„Help 2“: Nicht streamen, kaufen!

Help 2 Cover

Der beste Charity-Sampler aller Zeiten bekommt eine noch bessere Fortsetzung.

Beth Gibbons covert Velvet Undergrounds „Sunday Morning“, Depeche Mode transformieren den im Jahr 1965 durch Donovan bekannt gewordenen Antikriegssong „Universal Soldier“ in ihren Soundkosmos, mit „Obvious“ erscheint der von den Wet-Leg-Fans bei Konzerten so abgefeierte Song erstmals als Studioversion, Fontaines D.C. interpretieren „Black Boys on Mopeds“ von Sinéad O’Connor, „When the War is finally over“ ist der erste Foals-Song seit vier Jahren … Ganz eigentlich braucht es aber nur einen einzigen Song, um zu zeigen, wie großartig der Charity-Sampler „Help 2“ ist: Bei „Flags“ teilt sich Damon Albarn das Mikro mit Grian Chatten und Kae Tempest, und neben einem 43-köpfigen Kinderchor gibt es noch einen weiteren Chor, bei dem etwa Jarvis Cocker, Carl Barât, Marika Hackman, English Teacher und Black Country, New Road mitmischen.

Bis heute gilt „Help“ aus dem Jahr 1995 mit Beiträgen von etwa Radiohead, Portishead, Massive Attack, Blur, Neneh Cherry und Oasis völlig zu Recht als der beste Charity-Sampler aller Zeiten. Das an nur einem Tag aufgenommene Album konnte mehr als 1,2 Millionen Pfund einspielen, um Kinder während des Bosnienkrieges zu helfen. 31 Jahre kommt nun also die Fortsetzung, für die der ausführende Produzent James Ford dann auch gleich mal eine ganze Woche in den Abbey Road Studios veranschlagt hat. Gaza, Syrien, Ukraine … über die Dringlichkeit muss hier gar kein Wort verloren werden: Jedes fünfte Kind auf der Welt lebt heute in einem Kriegsgebiet. Alle Einnahmen gehen an die Organisation War Child, und das ist neben der musikalischen Qualität dieses Samplers natürlich ein weiteres Killerargument. Für den Kauf eines physischen Produkts, denn während Streaming im Jahr 1995 noch kein Thema gewesen ist, hier mal kurz ein kleines Rechenbeispiel. Nehmen wir doch gleich den unsympathischsten aller Streaminganbieter: Um auf den Erlös eines Tonträgers zu kommen, müsste man das Album bei Spotify mal eben 15 Tage am Stück hören.

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