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Verstörend real

Wer durch den naturalistischen Parcours von Hoël Duret spaziert, wird neben Science-Fiction vor allem mit kritischer Wirklichkeit konfrontiert.

Hoël Duret
Drop out (2020), still, 4K video with sound, 23’05" © Hoël Duret / ADAGP, Paris, 2020

Fragt man den französischen Künstler Hoël Duret, so haben Pflanzen nicht nur eine Seele, sondern auch eigene Gedanken, die man sogar wahrnehmen kann: Mit aufwändigen Installationen baut Duret immersive Ökosysteme, in denen Pflanzen und Technologie zu einem einzigen Gebilde werden. Besucher*innen, die durch den naturalistischen Parcours spazieren, können das Eigenleben der Pflanzen multisensorisch erfassen – mit Sound, Video, Licht- und Glasobjekten.

Auf Monitoren werden so die Visionen einer manipulierten Pflanze sichtbar. Und ein mit Nebelmaschine ausgestattetes Hydrauliksystem kreiert mittels Zufalls-Algorithmus ein künstliches Klima, das seine Daten aus weltweiten Twittermeldungen speist. Klingt dystopisch? Nicht ganz: Wer sich „Hoël Duret – low“ in der Villa Merkel in Esslingen anschaut, wird neben Science-Fiction vor allem mit kritischer Wirklichkeit konfrontiert.

Die Ausstellung läuft vom 16. August bis zum 15. November.

Mehr Infos gibt es auf der Homepage der Villa Merkel.

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