KUNST

Hybrid Tbilisi: Deutsches Architekturmuseum, Frankfurt

Georgien ist nicht nur Gastland der Buchmesse – es ist auch ein spannendes Land für Architektur, wie eine Ausstellung in Frankfurt zeigt.

Massimiliano und Doriana Fuksas
BU: Konzert- und Ausstellungshalle, 2011, Massimiliano und Doriana Fuksas Foto: Erik-Jan Ouwerkerk

Im Frankfurter Architekturmuseum geht der Blick ins Buchmesse-Gastland Georgien. Und zwar konkret in die Hauptstadt Tbilisi, deutsch Tiflis. Die Millionenstadt ist eine der architektonisch spannendsten Metropolen der ehemaligen Sowjetunion, mit einer gut erhaltenen, von der Seidenstraße beeinflussten Altstadt, mit pittoresk verfallener Jahrhundertwende-Herrlichkeit, mit beeindruckendem Brutalismus aus sozialistischer Zeit. Und natürlich mit dem alle postsozialistischen Metropolen prägenden architektonischen Chaos, das ab 1989 wild durch die Straßen wuchert … Nicht zuletzt portätiert Kuratorin Irina Kurtishvili hier eine hybride Stadtgesellschaft an der Grenze zwischen Ost und West, zwischen Christentum und Islam, zwischen Europa und Asien.

Die Ausstellung ist noch bis zum 13. 1. zu sehen.

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