URBANE KULTUR

Internationale Tage Jüdischer Musik im Livestream

Sandra Kreisler by Simone Hofmann
Unter den auftretenden Künstler*innen ist Sandra Kreisler, Tochter von Georg Kreisler.Foto: Simone Hofmann

Trotz Corona: In diesem November finden die Internationalen Tage Jüdischer Musik zum dritten Mal statt. Und das, obwohl der Lockdown keine Liveveranstaltungen möglich macht. Stattdessen streamen die Organisator*innen alle Konzerte online. Man kann sie entweder über die Webseite der Internationalen Tage Jüdischer Musik oder aber auf deren YouTube-Kanal anschauen. Die Veranstaltung dauert vom 16. bis zum 22. November.

Mit dem Festival wollen die Verantwortlichen ein Statement gegen Antisemitismus setzen. Zugleich feiern sie damit den Auftakt zum Festjahr 2021 „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“. Intendant Thomas Hummel sagte dazu: „Jüdische Musik in Deutschland ist ein selbstverständlicher Teil unserer Gegenwart, den wir mit den Internationalen Tagen Jüdischer Musik einem breiten Publikum zugänglich machen und nun über die digitalen Medien direkt in die Wohnzimmer streamen wollen. Jeder ist eingeladen, bei diesem kostenlosen Angebot dabei zu sein und mit unseren Künstlern die Vielfalt jüdischen Lebens – berührend, witzig, mitreißend – im Medium der Musik zu erleben.“

Es treten verschiedene Künstler*innen in vier verschiedenen Städten auf: Berlin, Köln, Würzburg und Stavenhagen in Mecklenburg-Vorpommern sind Schauplätze des Festivals. Zu den erwarteten Persönlichkeiten zählen unter anderem die Diseuse Sandra Kreisler (Foto), Tochter von Georg Kreisler, der Cellist David Geringas und der Rabbiner Yechiel Brukner. Das Motto des Festivals ist „Gemeinsamer Aufbruch“. Die Schirmherrschaft hat Dr. Josef Schuster übernommen, der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland.

Das komplette Programm ist auf der Webseite einsehbar.