Jeff Parker: Suite for Max Brown
Jeff Parker begann seine Karriere in der Experimental-Szene von Chicago. Mit seinem neuen Album stößt er in zugänglichere Gefilde vor – und behält sich trotzdem seine Weirdness bei.
Er würde nun desöfteren kommerzielle Arbeit machen, hat Jeff Parker letztes Jahr einem Blog erzählt. Wer meint, der langjährige Tortoise-Gitarrist sei nun rettungslos dem Mainstream verfallen, irrt: der Musiker, der seit vier Jahren in Los Angeles lebt, möchte bloß ohne Kopfschmerzen seine Miete zahlen können. Parker, Jahrgang 1967, machte sich einen Namen in der Experimental-Szene von Chicago, sprang stets zwischen Rock und Jazz hin und her und verfolgte im stillen Kämmerlein eine Liebe zum HipHop, ohne je entsprechende Tracks zu produzieren. „The New Breed“ änderte dies vor vier Jahren.
Das Nachfolgealbum setzt den Loop- und Beat-lastigeren Weg des Gitarristen nun fort. „Suite For Max Brown“ ist trotz Gast-Auftritten von Assen wie Jay Bellerose eher ein Solo- als ein Band-Album. Jeff Parker samplet Otis Redding und covert John Coltrane, behält sich aber genug Weirdness bei und bleibt eigenständig. Afrobeat-Polyrhythmik und raffinierte R&B-Beats, kombiniert mit klassischer Seventies-Fusion, ergeben ein formidables Album. jp
„Suite for Max Brown“ erscheint am 24. 1. Das Album könnt ihr hier bei Amazon bestellen.
Musik

- Review

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