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Jetzt auf DVD: „Futur Drei“

Mit seinem queeren, autobiografischen Debüt will Regisseur Faraz Shariat das postmigrantische Kino in Deutschland aufmischen.

In „Futur Drei“ hat Regisseur Faraz Shariat eine autobiografische Geschichte gefilmt, die postmigrantisches deutsches Kino in eine neue Richtung bringen soll. Darin geht es um den Teenager Parvis, der als Sohn iranischer Einwanderer*innen in Hildesheim ein gutbürgerliches Leben führt. Doch nachdem er beim Klauen erwischt wird, verdonnert ihn das Gericht dazu, seine Sozialstunden in einem Heim für Geflüchtete abzuarbeiten. Dort trifft Parvis auf die Geschwister Banafshe und Amon. Sie kommen auch aus dem Iran, leben aber in einer komplett anderen Wirklichkeit als Parvis – und haben höchstwahrscheinlich eine ganz andere Zukunft vor sich. Eine komplizierte Dreiecksbeziehung entwickelt sich …

Indem Shariat das Leben eines queeren Sohnes migrantischer Eltern ins Zentrum seines Regiedebüts stellt, bricht er mit allerlei Konventionen. Nach wie vor behandelt der deutsche Film das Thema Migration oft entweder gar nicht oder auf sehr stereotypische Art und Weise. „Futur Drei“ hat beim First Steps Award 2019 den Preis für den Besten Film gewonnen. Die drei Hauptdarsteller*innen Banafshe Hourmazdi, Eidin Jalali und Benjamin Radjaipour haben Nachwuchspreise gewonnen.

„Futur Drei“ erscheint am 15. April auf DVD und BluRay bei Salzgeber.

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