FILM | Auszeichnung für „Joker“

Joaquin Phoenix mit mahnender Oscar-Rede

In der vergangenen Nacht fand im Dolby Theatre in Los Angeles die 92. Oscarverleihung statt. Den Preis als bester Hauptdarsteller erhielt Joaquin Phoenix für seine Rolle in „Joker“. Er tritt damit das Erbe Heath Ledgers an, der 2009 ebenfalls für die Verkörperung von Batmans Gegenspieler ausgezeichnet wurde.

In seiner Rede betonte Joaquin Phoenix nicht nur seine Dankbarkeit, sondern mahnte auch zu einem besseren Umgang mit dem Planeten und der Gesellschaft. Des Weiteren fühle er sich keinesfalls seinen mitnominierten Kollegen überlegen, da sie alle die gemeinsame Leidenschaft für die Filmkunst teilten. Das größte Geschenk für ihn sei jedoch die Möglichkeit, im Kampf gegen Rassismus den Ungehörten ein Stimme geben zu können.

Anschließend kritisierte Phoenix die Ausbeutung der Erde durch den Menschen und die Missachtung von Tierrechten. „Wir fühlen uns auserkoren, eine Kuh künstlich zu befruchten und ihr Baby zu stehlen, auch wenn seine quälenden Schreie unmissverständlich sind. Dann nehmen wir ihre Milch, die eigentlich für das Kalb bestimmt ist, und tun sie in unseren Kaffee oder in unser Müsli,“ prangerte der 45-Jährige an.

Er beendete seine Rede mit einem Zitat seines Bruders River Phoenix, der 1993 an einer Überdosis starb. „Renne zur Rettung mit Liebe und der Frieden wird folgen“.