Jonathan Franzen: Unschuld
In „Unschuld“ vergleicht Jonathan Franzen das Internet mit dem Spitzelsystem der DDR.
Auch im neuen Roman des „Korrekturen“-Autors geht es um dysfunktionale Familienverhältnisse und verkorkste Liebesbeziehungen. Doch auf den gut 800 Seiten beackert Franzen dazu auch noch Fragen zu Identität und Ideologie, er zeichnet die amerikanische Befindlichkeit nach 9/11, und er kritisiert das Internet, indem er Vergleiche zum Spitzelsystem der DDR zieht.
Franzen entwirft ein biografisches Geflecht und legt peu à peu offen, wann und wo sich Lebensläufe überlappen. Andauernd ergeben sich neue Konstellationen, oder vorhandene werden umdefiniert, da gerät der Leser ganz von selbst ins Infragestellen und Inbeziehungsetzen, ohne dass Franzen Deutungsvorgaben geltend machen müsste.
Literatur


Träume aus Salz

Hex-Autor Thomas Olde Heuvelt stellt neuen Roman vor
Mitte Oktober erscheint mit Die letzte Geschichte von Jamie Gunn ein neuer Schocker von Thomas Olde Heuvelt, mit dem er auch direkt bei uns auf Lesereise geht.

