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„Kabul Airport – Flucht aus Afghanistan“

Kabul Airport
© Michael Markland

Im August 2021 fand in Kabul eine beispiellose Evakuierungsaktion statt. Die Dokumentation erklärt die Hintergründe.

Vor einem Jahr haben die USA den Einsatz ihrer Armee in Afghanistan beendet – nach 20 Jahren des erfolglosen Kampfes gegen die Taliban. Während die Präsenz der Armee lange kritisiert worden war, hatte auch der Abzug der Truppen katastrophale Folgen. Sie schildert die Dokumentation „Kabul Airport – Flucht aus Afghanistan“ in eindringlichen, dramatischen Bildern.

Der Film behandelt die 18 Tage während der Evakuierungsaktion im August 2021. Nachdem die USA begonnen hatten, ihre Soldat:innen abzuziehen, haben die Taliban in kürzester Zeit wieder die Kontrolle über das gesamte Land übernommen. Auch die Hauptstadt Kabul war davon betroffen. Viele Afghan:innen reagierten mit Besorgnis und Angst, sie wollten das Land verlassen, ehe die Stadt vollkommen eingenommen wurde. Am Flughafen Hamid Karzai starteten die US-Truppen gemeinsam mit den lokalen Helfer:innen sowie internationalen Verbündeten die Evakuierung. Das Ziel: so viele Menschen wie möglich ausfliegen.

Doch die Umstände waren enorm erschwert – durch die Attacken der Taliban, durch Blockaden, Selbstmordattentate und die schiere Zahl der Flüchtenden. Am Ende waren mehr als 100 000 Menschen evakuiert worden – und knapp 200 gestorben. „Kabul Airport – Flucht aus Afghanistan“ schildert die Schicksale von Einzelnen und Familien, die teilweise auseinandergerissen wurden. Und er stellt die Frage: Wie konnte es soweit kommen – und was hätte getan werden müssen, um die Katastrophe zu verhindern?