URBANE KULTUR

Kampnagel startet Augmented-Reality-App [k] to go

Kampnagel APP K to go FOKUS TANZ#7
(c) Kampnagel

Zum Start der digitalen Ausgabe von FOKUS TANZ#7 launcht die Hamburger Kulturstätte Kampnagel ein digital-analoges künstlerisches Experiment: Die Augmented-Reality-App [k] to go. Mit dieser App können sich die Nutzer*innen auf einen Spaziergang über das Kampnagel-Gelände begeben und dabei auf ihrem Handy an markierten Standpunkten Choreografien entdecken. Der ca. 45-minütige Rundgang startet von der Piazza aus und verläuft dann individuell um und durch das Fabrikgelände. Die Tanzvideos, die auf dem Handy-Bildschirm per Bilderkennung starten, zeigen Interpretation berühmter Tanzszenen aus Spielfilmen. Zu den Choreograf*innen, die die jeweiligen Szenen nachgetanzt und davon Videos zur Verfügung gestellt haben, gehören unter anderem Gifty, Salah Zater, Danny Banany, Dancing Svensation, Mistress Morgan, Marcelo Dono, Benson A’kuyie, Hafiz Dhaou, Ariel Ashbel, Jennifer Rosenblit, Ursina Tossi und Juliana Oliveira.

Die [k] to go-App steht in Kürze im App- und Playstore zum Download bereit. Mehr Infos dazu gibt es auf der Webseite vom Kampnagel. Zu den Zukunftsplänen und Möglichkeiten digitaler Tools der Bühnen spricht außerdem Kampnagel-Intendantin Amelie Deuflhard im Interview.

FOKUS TANZ#7 Dancing Screen

Die AR-App [k] to go ist aber nicht das einzige Highlight von FOKUS TANZ #7. Das digitale Programm läuft vom Mittwoch, den 24. bis Sonntag, den 28. Februar. Mit analog-digitalen Arbeitsprozessen beschäftigen sich auch die Hamburger Choreografinnen Carolin Jüngst und Lisa Rykena. Ihr Stück „Rose la Rose“ präsentiert das Duo als Film mit Audiodeskription als künstlerisches Mittel. Gemeinsam mit der blinden Performerin Amelia Cavallo loten sie die Möglichkeiten aus, Choreografie für Sehende und Nichtsehende erfahrbar zu machen. Die Online-Premiere mit anschließendem Künstler*innen-Gespräch findet am 25. Februar statt.

Bei der Online-Tanzarbeit „DIS_move“ macht Choreograf Saša Asentić auf die Zugänglichkeit von Tanz und Performance für Menschen mit und ohne Behinderung aufmerksam. An der Arbeit beteiligt sind Künstler*innen mit und ohne Lernbehinderung aus Berlin, Novi Sad und Lyon. „DIS_move“ besteht aus einzelnen Solo- und Musikvideos, die von den Internetznutzer*innen ausgewählt und frei zu einem Multikanal-Video kombiniert werden können. Auf diesem Weg entsteht je nach Auswahl der Einzelvideos eine völlig neue Bildschirmchoreografie.