MUSIK

Krach+Getöse 2020: Das sind die Gewinner*innen

Krach + Getöse 2020: Monako gehören zu den Gewinner*innen.
Auch die Band Monako gehört zu den Sieger*innen.Foto: Florian Thoss

Gestern, am 17. Juni, wurde der Hamburger Music Award Krach+Getöse verliehen. Aus über 200 ursprünglichen Kandidat*innen erhielten zuletzt fünf Newcomer*innen den Preis. Sie gewannen damit jeweils ein Preisgeld von 1 200 Euro sowie ein Förderpaket über ein Jahr. Das Paket soll einen leichteren Einstieg in die Branche ermöglichen – auch wenn das in Zeiten von Corona nicht so einfach geht wie sonst. Auch die Zeremonie fand wegen der Pandemie unter neuen Umständen statt: Sie wurde komplett im Internet gestreamt. Auf dringeblieben.de könnt ihr die Aufnahme ansehen.

Seit zwölf Jahren vergeben RockCity Hamburg e.V. und die Haspa Musik Stiftung gemeinsam den Award. In der Vergangenheit haben ihn bereits Künstler*innen wie Haiyti, Sophia Kennedy oder SPNNNK gewonnen. In der Jury saßen dieses Jahr Alin Coen, Ebow, Deniz Jaspersen (Herrenmagazin), Jakob Amr (Leoniden), Pamela Owusu-Brenyah und Philipp Schwär. Aber wer sind die Sieger*innen?

Douniah macht nostalgischen Neo-Soul, für den sie oft mit dem Produzenten High John zusammenarbeitet. Angefangen hat sie allerdings als akustische Singer/Songwriterin. Diesem Genre ist Friedo bis heute treu geblieben. In eine rockigere Richtung geht M.Byrd, der nach diversen Kollaborationen nun seine Solokarrie in Angriff nimmt. Als einzige Band unter den fünf Acts tun sich Monako hervor: Ihr filigraner Sound fängt die Melancholie junger Menschen ein. Und Nina Chubas Pop liegt genau am Puls der Zeit, denn sie klingt stimmlich ein wenig wie Billie Eilish, ihre Musik nach Taylor Swift.

Drei neue Kategorien bei Krach+Getöse

Damit ist die Liste der Gewinner*innen aber noch nicht erschöpft. 2020 hat die Jury zum ersten Mal Preise in drei weiteren Kategorien verliehen: zunächst für das „Musik-Projekt mit Einsatz für Toleranz, Vielfalt und Respekt“. Die Jury verlieh ihn an das Team von EQ Booking, denn es mache „nicht nur erstklassiges Booking, sondern vertritt eine politische Agenda, die der deutschen Clubkultur den nötigen Schubser hin zu Toleranz, Offenheit und Vielfalt verpasst.“

Das Projekt hoodkinder bekam den Preis für die „Keimzelle NEW MUSIC!“, mit dem Initiativen ausgezeichnet werden, die spannenden musikalischen Nachwuchs fördern. Im Fall von hoodkinder sind das „talentierte Musikbeginners aus HipHop, Trap und Soul“.

Der letzte Preis ist ein Publikumsaward: 5 000 Fans entschieden, den „Preis für das Hamburger Nachwuchskonzert des Jahres“ an die Sängerin Tyna zu übergeben, deren energetische Liveshows die meisten Stimmen sammeln konnten.