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Kunsthalle zu Kiel: „Amazons of Pop“ zeigen, was sie draufhaben

Yoko Ono, Ulrike Ottinger oder Niki de Saint Phalle zeigen, dass die Pop-Art keinesfalls eine rein männliche Angelegenheit der Warhols und Lichtensteins war.

Kunsthalle zu Kiel: „Amazons of Pop“
Lucia Marcucci, Whop!, 1970, Collage auf Karton, 50 x 35 cm, Privatsammlung Belgien, Courtesy: the artist and Frittelli Arte Contemporanea, Florenz | Abb.: © VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: Paolo Mariani

Yoko Ono sagte mal: „Kunst ist, was in dir ist und was du bereit bist, der Welt zu geben.“ Die Künstlerinnen, die in der Kunsthalle zu Kiel bei „Amazons of Pop! – Künstlerinnen, Superheldinnen, Ikonen 1961–1973 (2. Oktober bis 6. März 2022)“ zu sehen sind – sie haben viel zu geben. Was zu Zeiten der männlichen dominierten Pop Art nicht gesehen wurde. Die zitierte Yoko Ono (hier unser Text über einen Ono/Lennon-Dokumentarfilm) , Kay Kurt, Ulrike Ottinger, Niki de Saint Phalle oder Lucia Marcucci (unsere Abbildung) experimentierten mit Plastik, nahmen sich politische und soziale Fragen vor und webten Heldinnen aus Kino und Comic und die Darstellung von Frauen in der Werbung in ihre Arbeiten ein. 100 Werke aus Malerei, Installation, Performance, Skulptur und Film sind zu sehen, vor allem aus den 1960er und 1970er-Jahren.

Kunsthalle zu Kiel:  Grenzen sprengen

Die Ausstellung nimmt umfangreich die vielfältigen Ausdrucksformen einer Generation von Frauen aus Europa und Nordamerika auf, die selbstbewusst und ausdrucksstark die weniger bekannte Seite der Pop-Art formen. Amazons of Pop! zeigt entschlossene Kämpferinnen für die eigene Emanzipation und aktive Verfechterinnen politischer und sozialer Fragen. Sie überschreiten Grenzen in der männlich geprägten Kunst der Zeit und erproben den Umgang mit neuen und ungewöhnlichen Materialien wie beispielsweise Plastik. Das Spiel mit Persönlichkeiten, fiktiven Charakteren und Leinwand-Heldinnen durchzieht die Arbeit dieser Künstlerinnen, die mit großer Experimentierfreude, Fantasie, Unerschrockenheit und strategischem Gespür auftreten und dabei sehr bewusst die spannungsvollen geopolitischen und gesellschaftlichen Umstände ihrer Zeit wahrnehmen.

Amazons of Pop: Wer ist alles dabei?

Werke der folgenden Künstlerinnen sind zu sehen: Evelyne Axell, Barbarella, Brigitte Bardot, Marion Baruch, Pauline Boty, Martine Canneel, Lourdes Castro, Judy Chicago, Chryssa, France Cristini, Christa Dichgans, Jane Fonda, Ruth Francken, Ángela García, Jann Haworth, Dorothy Iannone, Jodelle, Sister Corita Kent, Kiki Kogelnik, Kay Kurt, Nicola L., Ketty La Rocca, Milvia Maglione, Lucia Marcucci, Marie Menken, Marilyn Monroe, Isabel Oliver Cuevas, Yoko Ono, Ulrike Ottinger, Emma Peel, Pravda La Survireuse, Martha Rosler, Niki de Saint Phalle, Carolee Schneemann, Marjorie Strider, Sturtevant, Walentina Tereschkowa, May Wilson

Mehr Infos zu weiteren Ausstellungen und Veranstaltungen gibt es auf der Website der Kunsthalle zu Kiel.

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