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Kurhaus Baden-Baden: Kulturelle Bedeutung & heutige Nutzung

Kulturhaus Baden Baden

Baden-Baden gehört mit seinen Kurhaus zu den bedeutenden deutschen Kulturstädten. Hier erklären wir euch, warum sich ein Besuch auf jeden Fall lohnt.

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Das Kurhaus Baden-Baden ist, eingelassen im wunderschönen Kurpark eine der Hauptsehenswürdigkeiten in der Kurstadt. Das lang gestreckte im klassizistischen Stil errichtete Kurhaus entstand bereits im 19. Jahrhundert ab 1921 an der Stelle des ehemaligen Promenadenhauses. Gebaut wurde es vom Karlsruher Baumeister Friedrich Weinbrenner. Es war von Anfang an einer der kulturellen Mittelpunkte der Stadt. Heute wird das Kurhaus mit seinen Prunksälen für zahlreiche Veranstaltungen und Konferenzen von nationaler und internationaler Bedeutung sowie im rechten Seitenflügel auch durch die Spielbank Baden-Baden genutzt.

Hier weilte schon das Who is Who des europäischen Adels

Der Aufstieg Baden-Badens als Kurstadt von europäischem Rang ist fest verbunden mit dem Markgrafen Karl Friedrich von Baden, Freund und Alliierter von Kaiser Napoleon I. Dieser erkor Baden-Baden, damals noch Baden bei Rastatt wegen seiner Thermalquellen als seine Sommerresidenz und ließ es nach und nach zur Kurstadt ausbauen. Da sich in den umliegenden Hotels das mit Napoleon aus Frankreich mitgebrachte Glücksspiel unter anderem mit Roulette immer größere Ausmaße fand, beschloss er zunächst im ehemaligen Promenadenhaus eine Spielbank einzurichten.

Natürlich nicht ganz uneigennützig. Die zusätzlichen Steuereinnahmen aus dem Glücksspiel konnte der Lebemann schließlich gut gebrauchen. Praktisch genauso wie heute, fließen die Einnahmen immer noch in den Staatshaushalt von Baden-Württemberg. In Zeiten von Corona kann es für Spieler aber sinnvoller sein lieber im seriösen Online Casino Paypal zu spielen und sich sowie seine Mitmenschen zu schützen – auch, wenn der Flair natürlich nicht derselbe ist.

Außer als Ort für die Spielbank war das später an gleicher Stelle neu errichtete Kurhausgebäude von Beginn an ein Zentrum für kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte und Theateraufführungen für die zumeist internationale Gesellschaft aus dem europäischen Hochadel. Karl Friedrich wollte außerdem bewusst eine Konkurrenz zu der damals schon florierenden Spielbank in Wiesbaden schaffen.

Eine Vision, die von Erfolg gekrönt war. Bis zum Ende des 19.m Jahrhundert verweilten hier jedes Jahr im Sommer bereits mehr als 10.000 Gäste in der Stadt. Russische Offizier, englische Lords, die Pariser Gesellschaft und allerlei andere schillernde Persönlichkeiten gaben sich hier die Klinke in die Hand. Vom Schriftsteller Fjodor Dostojewski ist bekannt, dass er hier, nachdem er an mehreren Tagen hintereinander einige Taler verloren hatte und kaum wusste wie er seine Hotelrechnung bezahlen sollte zu seinem weltberühmten Roman „Der Spieler“ inspiriert wurde. Die im Kurhaus untergebrachte Spielbank wurde zu einem der bedeutendsten Orte für Glücksspiel in Europa.

Schachweltmeisterschaften oder Sportler des Jahres – die Veranstalter stehen Schlange

Als kulturell bedeutender und prächtiger, aber auch gleichzeitig moderner Veranstaltungsstandort auf internationalem Niveau ist das Kurhaus, wenn nicht gerade Pandemie herrscht, auch heute noch eine stark nachgefragte Adresse. Im Jahr 1981 fand hier der olympische Kongress statt. Schachweltmeisterschaften wurden im Kurhaus ebenfalls schon ausgetragen. Die Festveranstaltung für die Sportler des Jahres findet ebenfalls regelmäßig im Kurhaus statt, genauso wie einmal im Jahr im November das Fernsehfilm Festival Baden-Baden. In 2009 kamen die wichtigsten westlichen Staatschefs in die Kurstadt, um unter anderem im Kurhaus die Feierlichkeiten zum 60. Jahrestag der NATO zu begehen. Im Sommer können die Besucher ihren kulturellen Durst bei zahlreichen Konzerten, Lesungen und Aufführungen stillen.

Ein Spaziergang im Kurgarten vor dem Kurhaus und ein Besuch der Thermalquellen am Fuß des Florentinerberges an dem das Wasser mit bis zu 69 Grad aus bis zu 2000 Meter Tiefe schießt, sind ebenfalls sehr zu empfehlen. Der Eintritt ist übrigens frei. Die Quellen befinden sich nur unweit vom Kurhaus und können darüber hinaus rund um die Uhr besichtigt werden.

Das Kurhaus selbst bietet neben viel Kultur das Restaurant „The Grill“ mit gehobener internationaler Küche. In Nebensälen finden an den Wochenenden abendliche Tanzveranstaltungen statt, bei denen sich die Gäste es auch bei einem Drink gemütlich machen können. Für private Veranstaltungen wie Hochzeiten oder betriebliche Feiern, Produktpräsentationen und Kongresse ist ebenfalls Platz. Ein Angebot, das wegen der Schönheit des Gebäudeensembles und des Kurparks auch gerne genutzt wird.