FILM

Lars Jessen gewinnt den Kunstpreis Schleswig-Holstein

Ein Still aus Lars Jessens Film „Dorfpunks“.
Eine Szene aus „Dorfpunks“ von Lars Jessen.

Heute, am Mittwoch, dem 16. September, hat der Regisseur und Produzent Lars Jessen den Kunstpreis Schleswig-Holstein gewonnen. Ministerpräsident Daniel Günther hat Jessen am Abend die Auszeichnung verliehen. Es war das zweite Mal in dieser Woche, dass ein Filmschaffender aus dem Bundesland einen Preis gewonnen hat. Bereits am Sonntag erhielt Moritz Boll den Förderpreis Kultur der Landeshauptstadt Kiel. Boll kennt man unter anderem für seinen Kurzfilm „Abgetaucht“.

Lars Jessen kann man mit Fug und Recht als norddeutschen Regisseur bezeichnen. Er hat schon diverse Filme für Reihen wie „Polizeiruf 110“ oder „Soko Wismar“ gedreht. Seine Verfilmung von Rocko Schamonis Roman „Dorfpunks“ ist 2009 erschienen. Darin geht es um Jugendliche in der schleswig-holsteinischen Provinz, die mit Punk den Ausbruch wagen.

Zu den Siegen von Boll und Jessen sagt Helge Albers, Geschäftsführer der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein: „Die beiden Auszeichnungen sind eine tolle Bestätigung für die Filmbranche in Schleswig-Holstein. Egal ob ,Dorfpunks‘ von Lars Jessen oder ,Abgetaucht‘ von Moritz Boll – ihre Liebe für den Norde spürt man in jeder Szene. Unsere Glückwünsche gehen an die beiden Schleswig-Holsteiner Jungs!“

Kunstpreis Schleswig-Holstein wird 70

Den Kunstpreis Schleswig-Holstein gibt es bereits seit 1950. Der Ministerpräsident ehrt damit alle zwei Jahre Künstler*innen, die sich um das Land verdient gemacht haben. Gewinner*innen waren in der Vergangenheit etwa der Dichter Günter Kunert, die Klarinettistin Sabine Meyer oder der Maler Klaus Fußmann. Das Preisgeld ist auf 20 000 Euro dotiert.