Spezial

Leiko Ikemura mit „Wenn Pfauen Flügel öffnen“ zu Gast bei der Herbert Gerisch-Stiftung in Neumünster

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Usagi Greeting, 2022, Bronze, patiniert© Leiko Ikemura, Foto: Alexander Voss

Aktuell widmet sich die Herbert Gerisch-Stiftung der international anerkannten, in Berlin und in der Schweiz lebenden, japanischen Künstlerin Leiko Ikemura. Seit 2021 ist sie mit „Sleeping Figure in Red“ im Pfauenhaus, „Trees out of Head“, einem Künstlerbuch und einem Mappenwerk bereits in der Sammlung vertreten. Das Pfauenhaus, das Leiko Ikemura anlässlich des 20-jährigen Jubiläums für die Gerisch-Stiftung zu einem neuen Kunstort wandelte, griff mit der liegenden Mädchenfigur „Sleeping Figure in Red“ und ihrem selbstgestalteten Innenraum mit zarten Kohlezeichnungen, schon erste zentrale Themen der Künstlerin auf. „Wenn Pfauen Flügel öffnen“ zeigt nun ein umfangreiches Gesamtbild mit fast 50 Arbeiten aus 40 Jahren – als Einzelausstellung erstmalig in Norddeutschland in der denkmalgeschützten Villa Wachholtz und dem sie umgebenden Park noch bis zum 24. Juli 2022 zu sehen. Die spektakuläre, große Bronze „Usagi Greeting“ (Foto) wird nach der Ausstellung dauerhaft im Park verbleiben. 

Ikemuras Kunst entfaltet sich in vielen Medien, von der Zeichnung, Druckgrafik, Malerei und Skulptur – über die Fotografie bis zur Poesie. Die Natur, animalische Wesen, Pflanzen, Bäume und menschliche Wesen sind wiederkehrende Themen, die Forschungsgebiet und Inspiration für die Erschaffung der Bildwelten sind. Ihr Werk schlägt dabei eine Brücke zwischen äußerer Erscheinung und dem Innenleben.

 „Diese umfassende Ausstellung zeigt Werke aus meinem Schaffen der letzten 40 Jahre“ sagt Ikemura selbst. „Die Werke werden nicht nur chronologisch gedacht, sondern vor allem inhaltlich gruppiert. In der langen Schaffenszeit gibt es immer wieder eine kohärente Verbindung und Entwicklung, bestimmte Themen wie Natur, Mensch, animalische Wesen, Pflanzen, Bäume sind wiederkehrende Themen. Dabei bewege ich mich in den unterschiedlichen Medien frei, sodass sich immer wieder ein neues Terrain und Forschungsgebiet eröffnet“.

Vor allem in der aktuellen krisenhaften Zeit ist die Schärfe des Blicks und das Engagement der Künstlerin höchst zeitgemäß, um sich Themen wie der Untersuchung der Weiblichkeit, dem Bezug zur Umwelt und dem kosmischen Environment zu widmen.

Weitere Informationen zu „Wenn Pfauen Flügel öffnen“ gibt es auf der Webseite der Herbert Gerisch-Stiftung

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