„Lovesick“ auf Arte : Eine chaotische Romance-Komödie
Eine Diagnose stellt Dylans Leben auf den Kopf: Der Held der Serie leidet an der Infektionskrankheit Chlamydiose und muss alle früheren Liebschaften kontaktieren. Die drei Staffeln der Serie „Lovesick“ können in der Arte-Mediathek gestreamt werden.
Man wird beim Schauen dieser Serie schnell ins Geschehen gezogen: Bei Dylan wurde die Infektionskrankheit Chlamydiose diagnostiziert, die unfruchtbar machen kann und medikamentös behandelt wird. Als wäre das nicht schon schlimm genug, muss er auch noch alle seine vergangenen Sexualpartner kontaktieren.
So kommt es, dass Dylan in jeder Folge der Serie „Lovesick“ eine neue Person kontaktiert und aus diesem Kontakt eine Geschichte entsteht. Von One-Night Stands bis zur gescheiterten Beziehungen reicht das, und es kommen dabei einige Personen zusammen, die er mithilfe einer langen Liste dem Alphabet nach abhakt. Können die Frauen ihm für eine mögliche Ansteckung verzeihen? „Lovesick“ kann jetzt in der Arte-Mediathek gestreamt werden.
Zumindest ist Dylan nicht allein, er wohnt in einer WG mit seinen besten Freunden Luke und Evie zusammen, die ihm Rückzug bieten, den er durchaus immer wieder mal benötigt. Denn Dylan schafft es irgendwie immer wieder, bei Frauen in Probleme zu geraten. Das lässt ihn manchmal komisch wirken, da er jede Situation noch absurder und schlimmer macht, als sie es ohnehin schon ist. Doch manchmal trifft seine Situation einen beim Zuschauen auch, man fühlt sich in diesen Szenen ihm nah.
Die Serie „Lovesick“ zeigt ihren Humor vor genau in solchen Szenen, in denen Dylan oder seine Freunde Peinliches oder Unpassendes verursachen. Die Lockerheit, wie mit den Themen Sex, Liebe oder Trennung angegangen wird, sorgt zudem für komische Momente. Da auf jegliche didaktische Erklärung verzichtet wird, muss man aber ein Auge dafür haben, wie die Charaktere ticken und inwiefern sie zueinander in Beziehung stehen.
Die größte Stärke von „Lovesick“ aber ist der horizontale Erzählstrang: Neben den einzelnen Episoden – die vertikal erzählten Geschichten mit ihrem Ende nach jeder Episode – zeigt „Lovesick“ von Folge zu Folge eine fortschreitende Entwicklung im Charakter des Helden. Das Drehbuch stammt von Tom Edge, der auch für die Serie „Vigil“ die Bücher geschrieben hat.