Maria Magdalena im Städel Museum: Zeit und Sünde
Zu Unrrecht als Sünderin und Hure verschrien: Im Städel in Frankfurt eröffnet jetzt die Ausstellung „Maria Magdalena. Sin. Pray. Love.“

Die Kirchen sind leer, doch die Kunst des Christentums lebt, und sei es nur zum Zweck, mit kunsthistorischen Einblicken gesellschaftshistorische Erkenntnisse zu gewinnen. Die schillernde Figur der Maria Magdalena eignet sich dafür besonders gut. Im Neuen Testament als Sünderin und Hure vorgestellt, wäscht Jesus Maria Magdalena die Füße und nimmt sie in die Gemeinschaft der ansonsten männlichen Schar seiner Jünger auf. Wie diese vermögende und selbstbewusste Frau im Laufe der Jahrhunderte in der Kunst dargestellt wurde, zeigt das Städel mit über 100 eigenen Werken und vielen internationalen Gemälden und Skulpturen aus großen Häusern wie dem Louvre oder dem Metropolitan Museum of Art in New York.
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