MUSIK

Marina: „This is a Man’s World“? Nein, danke!

Marina Diamandis, besser bekannt unter ihrem früheren Pseudonym Marina And The Diamonds, hat einen neuen Song samt Video veröffentlicht. Der Song heißt „Man’s World“, und wie der Titel bereits verdeutlicht, richtet sich Marina damit gegen Gender-Diskriminierung und strukturelle Ungerechtigkeit. Schaut euch das Video oben auf unserer Seite an.

Doch hinter „Man’s World“ steckt noch viel mehr: Der Song und das Video nahmen ihren Anfang mit einem Aufruf, den Marina 2019 auf ihren Social-Media-Kanälen geteilt hat. In Anbetracht der vernichtenden Statistik, dass Frauen nur zwei Prozent der Produzent*innen und drei Prozent der Ton-Ingenieur*innen in der Popmusik-Industrie ausmachen, hat Marina sich vorgenommen, dem entgegenzuhalten.

Marina: Superstar-Team für „Man’s World“

Für die Produktion von „Man’s World“ hat sich die Sängerin ein Team aus Frauen zusammengestellt, die alles von der Produktion des Songs bis hin zum Videodreh erledigt haben. Den Song hat sie selbst geschrieben, produziert wurde er von Jenn Decilveo, die in der Vergangenheit bereits für Bat For Lashes, Hinds und Demi Lovato hinter den Reglern gesessen hat. Als Toningenieurin ging ihr zudem die erste weibliche Grammy-Gewinnerin in der Kategorie „Best-engineered Album“ zur Hand: Emily Lazar, die schon für Sia, Clairo und Haim am Sound gefeilt hat.

Hört man „Man’s World“, wird klar, dass Marina nicht nur die fehlende Vielfalt in den Blick nimmt – auch ihre Folgen werden in dem Song aufgezeigt: Der Klimawandel („Mother nature’s dying/nobody’s keeping score/I don’t wanna live in a man’s world anymore), die Ausbeutung von Künstlerinnen und die strukturelle Homophobie innerhalb der Gesellschaft („Marilyn’s bungalow it’s number seven/in the pink palace where men made her legend/owned by a sheik who killed thousands of gay men/I guess that’s why he bought the Campest Hotel in LA then) werden in dem Song thematisiert.