Mark Forster live 2026: „Wahnsinnig viel Bock!“
Er geht jetzt eher früh in Bett und trinkt nichts mehr. Aber live geht Mark Forster noch richtig in die Vollen! Und kommt jetzt auf Tour.
Mark, im Song „Zeitmaschine“ wendest du dich an dein zukünftiges Ich und hoffst etwa, dass deine Mutter 120 wird und deine Ehe für immer hält. Würdest du tatsächlich gern in der Zeit herumreisen?
Mark Forster: Wenn ich die Möglichkeit hätte, würde ich schon gerne einen Blick in die Zukunft riskieren. Aber ob es gut wäre, dann auch einzugreifen? Aus „Zurück in die Zukunft“ wissen wir ja, dass das keine so gute Idee ist.
Momentan reisen die Leute ja gern zurück ins Jahr 2016, was irgendwie ein seltsamer Trend ist. Für dich war 2016 mit Hits wie „Chöre“ und „Wir sind groß“ ein beruflich sehr erfolgreiches Jahr. Erlaubst du dir einen Hauch von Nostalgie?
Mark Forster: Dieser Trend, von dem du sprichst, kommt, glaube ich, daher, dass in den vergangenen zehn Jahren auf der Welt einfach so irrwitzig viel los gewesen ist, dass man gern innehalten möchte. 2016 ist für mich tatsächlich das Jahr gewesen, in dem alles geklappt hat. Ein sehr positiv besetztes Jahr, wenn man so will, war das genau meine Zeit. Ich nenne sie immer die Jogi-Löw-Angela-Merkel-Zeit.
„Wir sind groß“ war seinerzeit ein offizieller EM-Song. Jetzt steht die WM vor der Tür. Hast du schon eine Haltung zu diesem Turnier entwickelt?
Mark Forster: Meine Liebe zum Fußball ist ein wenig abgekühlt. Einen großen Knacks hat bei mir auf jeden Fall die letzte WM in Katar herbeigeführt. Dieses ganze Drumherum, die FIFA-Funktionäre, der pure Drang zum Geldscheffeln – das ist mir alles zu offensichtlich böse. Beim Fußball geht es darum, Spaß zu haben. Und diesen Spaß habe ich gerade nicht.
Wie hast du dich selbst verändert? Was machst du mit 43, was du mit 33 niemals getan hättest?
Mark Forster: Ich trinke keinen Alkohol mehr. Ich finde es geil, vor 22 Uhr im Bett zu sein. Auch Lesen wird für mich immer wichtiger. Gerade bin ich sehr im Thema Glauben und Bibel drin. Ich habe ein Wahnsinnsinteresse für diese Fragen entwickelt, die ich mit meiner katholischen Erziehung früher im Leben immer heftig abgelehnt hatte.
Weißt du schon, was uns bei deinen Konzerten erwartet?
Mark Forster: Dieses Mal spielen wir alles live. Ich habe eine fantastische Band, und alles, was man hört, spielen wir live ohne Zuspieler. Mittlerweile habe ich sogar zwei Professoren in meiner Band. Also, die spielen da schon immer, aber jetzt sind sie eben auch Professoren. Die Shows werden groß. Wir alle haben wahnsinnig viel Bock drauf.