„Mother’s Baby“: Geburt und Horror
Johanna Moders Psychothriller „Mother’s Baby“ kommt in die Kinos. In den Hauptrollen als Ehepaar und Eltern: Marie Leuenberger und Hans Loew.
Im echten Leben wird eher die Vaterschaft angezweifelt. In Johanna Moders Psychothriller hingegen erlebt eine Mutter einen Albtraum, als sich ihr zunehmend die Frage stellt, ob ihr Kind wirklich ihres ist. „Mother’s Baby“ läuft jetzt im Kino.
Julia (Marie Leuenberger) und Georg (Hans Löw, „Wir sind dann wohl die Angehörigen“, „Liebes Kind“) haben lange vergeblich versucht, Eltern zu werden. Dann ermöglicht ihnen der charismatische Arzt Dr. Vilfort (schön schmierig: Claes Bang, „The new Look“, „Meister und Margarita“) durch eine experimentelle Behandlung doch noch ein Kind. Doch nach der Geburt häufen sich Widersprüche: Warum durfte Julia ihr Baby nach der Entbindung nicht sehen? Wieso schreit es kaum? Und was verbirgt die unheimliche Privatklinik hinter verschlossenen Türen? Stück für Stück wächst in Julia der Verdacht, dass das Kind nicht ihres sein kann. Regisseurin Johanna Moder („Waren einmal Revoluzzer“, „School of Champions“) entwickelt mit „Mutterglück“ ein Psychodrama, das sich zunehmend in Thriller-Gefilde bewegt. Julia zweifelt erst an sich selbst, dann an allen um sie herum. Marie Leuenberger („Stiller“, „Verbrannte Erde“) zeigt einen fulminanten Abstieg in paranoide Angst, während „Mother’s Baby“ von klassischen Dramakonventionen zu einem düsteren, fast dystopischen Genrestück wird. Stark!