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Museum für Kommunikation Frankfurt: Ausstellung über Schimpfwörter und Hate Speech

Zwei Frauen sitzen auf einigen Sitzwürfeln.
In vielen Sprachen gibt es „Four Letter Words“, Schimpfworte bestehend aus vier Buchstaben.Foto: © Museum für Kommunikation Frankfurt, Foto: Bert Bostelmann

Im Museum derbe Kraftausdrücken benutzen? Sonst eher ungern gesehen, hier ist es sogar ausdrücklich erwünscht!

Im Museum für Kommunikation in Frankfurt wird geflucht, geschimpft und beleidigt, was das Zeug hält , und das alles im Sinne der Kunst. Die Ausstellung Potz! Blitz! Vom Fluch des Pharao bis zur Hate Speech widmet sich bis 29. Januar 2023 den Kraftausdrücken, die existieren, seit es Sprache gibt, und das in allen Sprachen und in allen Kulturen auf der Welt.

Museum für Kommunikation: Fluchen als Teil der menschlichen Kommunikation

Die Schau führt von saftigen Verfluchungen in Keilschrift über internationale Beschimpfungen mit Tiernamen bis zu Internet-Trollen und Hate Speech. Es geht es um die Lust am Tabubruch, um Männer- und Frauenschmähungen, um Ausraster in Fußball und Verkehr oder um meist vergebliche Verbote von Kraftausdrücken. Das Alles wird ergänzt mit historischen Objekten und zahlreichen Medienstationen – sogar auf den Toiletten! – und Mitmachangeboten. Fluchen und Schimpfen sind eben ständige und lebendige Elemente an allen Orte und bei jeder menschlichen Kommunikation.

Unser Highlight der Ausstellung: Der „Fluchgenerator“, bei dem die Besucherinnen und Besucher ihre Lieblingsschimpfwörter zusammenstellen können. Dabei werden zum Beispiel Kraftausdrücke des deutschen Dichterfürsten Johann Wolfgang Goethe mit modernem Fluchvokabular kombiniert.

An dieser Station können sich die Besucher vom Kurator der Ausstellung, Dr. Rolf-Bernhard Essig, kreativ beschimpfen lassen. Foto: © Museum für Kommunikation Frankfurt, Foto: Bert Bostelmann

„Potz! Blitz!“ hat viele spannenden Abteilungen zu bieten: über Religion, Magie, Aberglaube und Kraftausdrücke, über Hate Speech und Cyber-Mobbing (sehr aktuell!), über Fluchverbote und deren Scheitern, über tierische Beschimpfungen, über geschlechtsspezifische Beschimpfungen, über Fluchen im Verkehr oder das Fluchen in Film und Musik. Woanders wiederum muss das Herkunftsland eines Fluches geraten werden.

Ein Mann und eine Frau haben Nummernschilder mit Schimpfwörtern drauf in der Hand.
Nummernschilder teilen oft etwas mit, gewollt oder ungewollt. Es liegt nahe, aus Wut auf andere Fahrer:innen die Buchstaben für Städte als Abkürzung für Beschimpfungen zu benutzen. Foto: Museum für Kommunikation Frankfurt, Foto: Bert Bostelmann

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