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Musik, Preise und Statements: Ein Blick auf die Grammy Awards 2026

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Gehört einmal mehr zu den großen Gewinnern der Grammys: Kendrick Lamar. (Kendrick Lamar)

Die 68. Grammy Awards zeigten, wie politisch eine Awardshow sein kann: Zwischen Glamour, großen Siegen und emotionalen Reden wurde die Bühne zum Spiegel der gesellschaftlichen Spannungen in den USA.

Am Sonntag, den 1. Februar, fanden die 68. Grammy Awards statt – und sie waren politischer denn je. Während drinnen Diversität gefeiert wird, sieht die Realität im Großteil der USA leider ganz anders aus. Dort gilt Diversität vielerorts inzwischen als Schimpfwort, die Grammys seien „zu woke“, während draußen ICE-Razzien toben und ein Skandal den nächsten jagt. Die Ironie ist kaum zu übersehen: Prominente schreiten in Glitzer und Glamour über den roten Teppich, im selben Land kämpfen andere um ihre Existenz. Dieses Nebeneinander wirkt dystopisch und ist doch bittere Realität. Und doch gab es Hoffnung. Zahlreiche Künstler*innen nutzten die Bühne, um über die politische Lage in den USA zu sprechen, riefen zu Protest auf und appellierten an Frieden und Solidarität.

Grammy-Bühne als Ort des Protests

Bad Bunny gewann die Kategorie „Album des Jahres“ , damit hat erstmals ein komplett spanischsprachiges Werk gesiegt. In seiner Dankesrede betonte er, dass Liebe größer sei als Hass, und rief zu Gemeinschaft und Frieden auf. Der Künstler wird in diesem Jahr auch die Super-Bowl-Halftime-Show bestreiten, sehr zum Unmut vieler MAGA-Fans.

Auch Billie Eilish, die in den vergangenen Wochen bereits mehrfach mit politischen Statements bei Awardshows auffiel, nutzte ihren Moment. Als sie den Preis für den Song des Jahres für „Wildflower“ entgegengenommen hat, hat sie sich gegen ICE aus.gesprochen  Olivia Dean, ausgezeichnet als Newcomerin des Jahres, hat ebenfalls eine emotionale Rede über ihre Einwandererfamilie und deren Mut gehalten.

Selbst ohne Preis zeigten viele Künstler*innen stillen Protest: Der rote Teppich war gespickt mit „ICE out“-Pins. Moderator Trevor Noah kommentierte die politische Lage der USA pointiert. Donald Trump reagierte wütend auf Truth Social, bezeichnete die Awardshow als „Müll“ und „praktisch nicht anschaubar“ und drohte dem Moderator mit einer Klage.

Der große Gewinner des Abends

Bei all dem Trubel ging der eigentliche Abräumer des Abends fast unter: Kendrick Lamar. Er gewann gleich fünf Grammys, unter anderem für das beste Rap-Album und die beste Aufnahme des Jahres und stockte seine Sammlung auf insgesamt stolze 27 Grammys auf. Damit damit überholt er JAY-Z als meistprämierten Rapper in der Geschichte der Awards.

Die komplette Liste der Gewinner*innen findet ihr unter diesem Link. Hier ist ein Überblick über alle Haupt-Kategorien der Grammys:

Die wichtigsten Gewinner*innen im Überblick

Album des Jahres

Bad Bunny – Debí Tirar Más Fotos

Record of the Year

Kendrick Lamar feat. SZA – Luther

Song des Jahres

Billie Eilish – Wildflower

Bester neuer Artist

Olivia Dean

Bestes Pop-Vocal-Album

Lady Gaga – Mayhem

Beste Pop-Solo-Performance

Lola Young – Messy

Bestes Rap-Album

Kendrick Lamar – GNX

Bestes Rock-Album

Turnstile – Never Enough

Bestes Dance/Electronic-Album

FKA twigs – Eusexua

Bestes Albumcover

Tyler, The Creator – CHROMAKOPIA

Best Music Video

Doechii – Anxiety

Best Dance/Electronic Recording

Tame Impala – End of Summer

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