FILM

Nix Festes: Komik und Selbstfindung

Nix Festes – Alles auf Anfang
Wiebke (Josefine Preuß) und Faruq (Omar El-Saeidi) lernen sich kennen.Foto: ZDF/Christoph Assmann

Wiebke (Josefine Preuß), Jonas (Sebastian Fräßdorf), Jenny (Marie Rathscheck) und Basti (Tim Kalkhof) sind wieder da und können auch in Staffel 2 Nix Festes vorweisen. Sie leben in Berlin beruflich von der Hand in den Mund, probieren sich aus und liegen sexuell nicht gerade auf der faulen Haut. Das Quartett wohnt  – halt: Basti war kurz in Mannheim, schlägt aber nach wenigen Minuten der ersten Folge wieder in Berlin auf und schleppt einen Lover nach dem anderen in die WG – also noch mal von vorn: Das Quartett wohnt in Berlin auf einer Etage in zwei Wohnungen. Dann holt Jonas mit Faruq einen Nachmieter für Basti in die Wohnung, und mit Bastis Rückkehr ist das Chaos perfekt.

Die Serie spricht alle Themen an, die Menschen in den Dreißigern unter den Nägeln brennen, und im Stammcafé bei Lennart (Dirk Martens) ausgiebig besprechen. Als der dann erstmals seinen pubertierenden Sohn präsentiert, kümmert sich Basti um ihn. Derweilt pflegen Faruq (Omar El-Saeidi) und Wiebke eine On-Off-Beziehung, Jonas verliebt sich in eine Hure, die er bei einer Fortbildung für Immobilienmakler kennenlernt, Bastis Vater kommt nach Berlin, um ihm seine neue Freundin vorzustellen, während Jonas‘ Eltern ihrem Sohn seinen aktuellen Rentenbescheid unter die Nase halten, kurz: Schön nach zweieinhalb Folgen der neuen Staffel Nix Festes (heute am Stück auf ZDFneo, ansonsten in der Mediathek) purzeln die Würfel der Handlung nur so über den Tisch.

Dass das alles dann auch noch komisch ist, statt zu belehren, liegt am Drehbuchautor Markus Barth, der auch Comedy macht, und an Regisseur Ulli Baumann. Nix Festes ist keine Revolution des Genres Comedyserie. Die Serie ist solides Handwerk mit gelegentlichem Abgleiten in gängige Klischees, bietet aber fast durchgängig gut gespielte Charektere, die ihr Humorpotential aus nachvollziehbaren Charaktereigenschaften holen. Schon bald werden die meisten von ihnen ihren Weg im Leben gefunden haben, dann taugen sie nicht mehr für eine Serie.

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