MUSIK

No more time: Daft Punk haben sich getrennt

Daft Punk
Foto: David Black

Daft Punk haben sich getrennt. Gestern, am 22. Februar, hat das französische Dancepop-Duo offiziell seine Auflösung bekannt gegeben. Dazu hat es zunächst das Video „Epilogue“ auf seinem YouTube-Kanal gepostet. Es handelt sich dabei um einen Ausschnitt aus dem Film „Electroma“ von 2006. Darin sind die beiden Mitglieder von Daft Punk in der Wüste zu sehen, bevor sie in einer Explosion verschwinden. Als die Seite Pitchfork in Anbetracht des Videos nachgefragt hat, haben Daft Punk bestätigt, dass sie damit ihre Trennung bekanntmachen wollten. Weitere Informationen, etwa einen Grund für die Entscheidung der beiden Musiker, gibt es bisher nicht.

Damit geht eine fast drei Jahrzehnte andauernde Karriere zu Ende. 1993 haben Thomas Bangalter und Guy-Manuel de Homem-Christo Daft Punk in Paris gegründet und sind schon bald zu Stars der House-Szene geworden. Bereits auf ihrem Debütalbum „Homework“ haben sie Klassiker wie „Around the World“ veröffentlicht. Die zweite Platte „Discovery“ brachte dann den endgültigen Durchbruch. Darauf sind Songs wie „One more time“ und „Harder, better, faster, stronger“ zu hören. Der zum Album gehörige animierte Film schlug genauso hohe Wellen wie Kanye Wests Megahit „Stronger“, der „Harder, better, faster, stronger“ gesampelt hat.

Daft Punk: Roboterköpfe und Tron-Soundtrack

Während ihrer gesamten Karriere war es nie nur die Musik, mit der Bangalter und de Homem-Christo von sich reden gemacht haben. Auch die ikonischen Roboterkostüme, mit denen die beiden Musiker ihre Gesichter vor der Öffentlichkeit versteckt haben, sorgten immer wieder für Gesprächsstoff. Als 2003 das ebenfalls französische Duo Justice auf der Bildfläche erschien, gab es gar Gerüchte, dass es sich dabei in Wahrheit ebenfalls um Daft Punk handelt.

Neben eigenen Alben sind Daft Punk auch für Arbeiten mit anderen Künstler*innen und weitere Projekte bekannt, darunter den Soundtrack zu dem Film „Tron Legacy“ im Jahr 2009. Ihr letztes Album „Random Access Memories“ haben die Musiker 2013 veröffentlicht. Insbesondere die Single „Get lucky“ mit Pharrell Williams und Nile Rodgers feierte großen Erfolg, die Platte schaffte es auch in Deutschland an die Spitze der Charts. Für das Album hat das Duo drei Grammys bekommen.