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„Nürnberg“: Ist der Naziverbrecher geisteskrank?

Rami Malek und Russell Crowe in dem Film „Nürnberg“, der jetzt in den Kinos startet.
Rami Malek und Russell Crowe in dem Film „Nürnberg“, der jetzt in den Kinos startet. (Foto: © Scott Garfield / Courtesy of Sony Pictures Classics)

Als die schlimmsten Naziverbrecher in Nürnberg vor Gericht gestellt wurden, untersuchten Psychiater sie auf Schuldfähigkeit. Die Gespräche zwischen Dr. Douglas M. Kelley und dem Kriegsverbrecher Hermann Göring entwickelten sich zu einem Täuschungsmanöver um Vertrauen bei verstecktem Ausforschen. Der Film „Nürnberg“ handelt davon.

Mit Starbesetzung, aber nicht immer gut in der Machart, überzeugt das Historiendrama nur bedingt: In „Nürnberg“ spielt Russell Crowe („Sleeping Dogs“, „The loudest Voice“) den ehemaligen Reichsmarschall und Kriegsverbrecher Hermann Göring, der während seiner Untersuchungshaft in Nürnberg vor dem Kriegsverbrecherprozess von dem US-Militärpsychiater Dr. Douglas M. Kelley (Rami Malek, „Mr. Robot“, „Keine Zeit zu sterben“, ) besucht und auf seine Psyche hin untersucht wird, um Görings Verhandlungsfähigkeit und die weiterer angeklagter Nazis zu ermitteln. „Nürnberg“ startet jetzt in den Kinos.

In den regelmäßigen Gesprächen entsteht ein vermeintlich vertrauensvolles Verhältnis zwischen Göring und Kelley, doch gleichzeitig glauben beide, den anderen manipulieren zu können. Kelley erklärt sich sogar bereit, zwischen Göring und dessen Frau heimlich einen Briefverkehr als Bote zu organisieren, ohne dass die US-Militärbehörde überhaupt weiß, wo Görings Familie sich versteckt hält. Am meisten leidet der Film darunter, dass auch diese US-Produktion ihre Schauspieler mal wieder auswendig deutsche Sätze runterleiern lässt, weil US-Amerikaner ohne Deutschkenntnisse Deutsche spielen – in völliger Unkenntnis, wie sehr diese Methode den Film abwertet, oder wissentlich? Das Drehbuch entstand nach dem Sachbuch „The Nazi and the Psychiatrist“ von Jack El-Hai. Regie führte James Vanderbilt („Die Momente der Wahrheit“.

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