„Oderbruch 2“: Vampire hinter Klostermauern
„Oderbruch 2“ ist da: Die Handlung der Vampirserie im Ersten und in der ARD-Mediathek verlagert sich aus dem Oderbruch nach ganz Europa in ein Netzwerk von Vampiren, die unter sich Jagdbezirke aufgeteilt haben. Maggie und Kai wollen dieses Netzwerk zerstören.
Das Grauen geht weiter. Vor zwei Jahren lief die erste Staffel der Vampirhorrorserie im Ersten und in der ARD-Mediathek, jetzt startet mit „Oderbruch 2“ die Fortsetzung. Damals wurden auf einer Wiese im Oderbruch hoch aufgestapelte Leichen gefunden. Die Ermittler aber stießen bei der Befragung der Einwohner im Ländlichen auf ein Schweigen des Grauens, gefolgt von noch viel Grauenhafterem. Wer die erste Staffel noch nicht gesehen hat, sollte den folgenden Text nicht lesen. Er steckt voller Spoiler.
Maggie (Karoline Schuch, „Das Geheimnis des Totenwaldes“, ) und ihr Bruder Kai (Julius Gause, („Rosenthal“, „Das Licht“ ) sind nach dem fürchterlichen Showdown im Oderbruch auf der Flucht, Maggies Jugendfreund, der Mordermittler Roland Voigt, ist tot, sein polnischer Partner Stanislaw Zajak (Lucas Gregorowicz, Lauchhammer“, „Call my Agent: Berlin“ ) hat seinen Job verloren und verfolgt privat schon fast krankhaft obsessiv die nur ihm ersichtliche Spur einer Verschwörung, hinter der eine eine große Gemeinde von Vampiren steckt. Schon bald weiß auch er, was wir schon längst wissen: dass er Recht hat. Und während Maggie gemeinsam mit Kai von Norwegen bis Spanien Jagd auf sogenannte Große Jäger machen – Vampire mit streng abgesteckten Revier -, um sie zu töten, macht der Vampir Quito (Sabin Tambrea („Die Herrlichkeit des Lebens“, „Ku’damm 77“ ) Jagd auf das Geschwisterpaar Die beiden drohen die Existenz der eh schon vom Aussterben bedrohten, weltweit operierenden Vampire massiv zu gefährden.
„Oderbruch 2“: Die Macht der Strigois bröckelt
Hinzu kommt: Maggie ist nach dem Wissensstand Quitos die einzige Vampirin mit sogenanntem starken Blut und damit die Gewähr für einen nachhaltigen Fortbestand der Vampirgemeinde. Was Quito noch nicht weiß: Maggie hat mit Vera (Emily Kusche, „Sløborn“) eine Tochter, die sie vor 18 Jahren in Spanien bei Pflegeeltern untergebracht hat und mit der sie jetzt Kontakt aufnehmen will. Ein völlig neuer Kampf um die Macht über die Zukunft bahnt sich an, denn während Kai und Maggie alle Vampire töten wollen, ist Quito eine Arte Reformer unter den Strigois, der die Macht und die Politik seines Vaters Ion (Martin Feifel) bekämpft. Regisseur Adolfo J. Kolmerer („Sløborn“, „Der Heimweg“ ) gelang gemeinsam mit Drehbuchautor Arend Remmers („Schneeflöckchen“, „Boy Kills World“ ) eine extrem düstere Fortsetzung der Vampirserie, deren Ästhetik von Kameramann Christian Huck („Sløborn“) und den Komponisten Roman Fleischer, Tim Schwerdter, Christoph Schauer und Max Filges nachhaltig geprägt wird. Ihre zweite Staffel kulminiert in einem packenden Finale, das absolut offen endet und somit alle Vorassetzungen für eine Fortsetzung liefert. Was natürlich vorgesehen ist und ganz sicher umgesetzt wird. Dann dürfte die Handlung sogar den Kontinent Europa verlassen.