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Die Dialektik der Auserzählung

Buchcover „Influencer – Die Ideologie der Werbekörper“ von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt

Dass Nymoen und Schmitt in der Einleitung zu „Influencer – Die Ideologie der Werbekörper“ Tyler Durden aus „Fight Club“, James Bond und den „American Psycho“ Patrick Bateman als Proto-Influencer heranziehen, zeigt eindeutig, aus welcher Ecke diese Analyse kommt. Nur unerträgliche Filmbros sind wirklich der Meinung, dass es über diese zu Tode analysierten – und gar nicht mal so komplexen – Figuren noch etwas Erhellendes zu sagen gäbe. Und nur lupenreine, elitäre Kulturpessimisten wie Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt können sich ernsthaft einreden, dass die „verlogene“ Ehrlichkeit und „moralinsaure“ Authentizität der Influencer*innen irgendetwas anderes wären als dieselben Mechanismen, mit denen Werbung seit Jahrhunderten funktioniert. Hinter seiner intellektuellen Fassade bietet „Influencer“ von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt nur biedere, voyeuristische Schadenfreude.

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