MUSIK

Parquet Courts – Human Performance

Jede Woche stellen wir hier eine spannende Neuerscheinung zur Debatte. Es diskutieren Carsten Schrader, Mitja steffens und Philipp Kressmann von der kulturnews. Und ein Gast: Markus Göres, der als Autor, Mitbetreiber des Kulturzentrums Schlachzhof Wiesbaden und PR-Agent seit vielen Jahren in der Musikszene unterwegs ist. Derzeit wohnt er in Berlin und ist unter anderem für Staatsakt, Mute, Neue Meister und Groenland Records tätig.

Markus: Zwischen Postpunk und Garagerock, Ty Segall und den Strokes, einer melodiösen Variante von Jonathan Richman und den frühen Built To Spill ziehen Parquet Courtsalle Register. Fühlt sich hier wer gelangweilt? Kann und darf nicht! Nicht bei solchen Songs. Songs, die schimmern, die sich auftürmen zu himmelstürmenden Melodien, Sonnenstrahlen gleich, die im staubigen Zimmer vor halb geschlossenen Jalousien tanzen! Entschuldigt die Blumigkeit. Bin begeistert. Modern Lovers, 2016.

Carsten: Kann mich zwar nicht erinnern, aber „Dust“ beweist, dass sie ein Wohnzimmerkonzert bei mir gespielt haben müssen: „It comes through the window, it comes through the floor. It comes through the roof and it comes through the door.“ Stimme Markus in allem zu. Meine Schönheit der Chatrunde.

Mitja: Des einen Trumpf ist dem anderen leider zu stumpf. Mir ist das streckenweise zu stoisch repetitiv. Ganz abtun will ich das Album aber auch nicht, muss meine Highlights wie „Outside“ allerdings herauspicken und nervtötendes à la „I was just there“ schnell skippen.

Philipp: Lofi, Schrammelgitarren und Pavement-Huldigung. Wenig Überraschungen auf dem fünften Album, das aber durchaus seinen Charme hat. Trotzdem: In New York gibt es deutlich spannendere Bands. Vor allem im Indie-Sektor.

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