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Qobuz-Act of the Week: Julian Lage

Julian Lage Qobuz
Foto: Alysse Gakjen

Mit „Squint“ bringt Julian Lage sein erstes Album auf dem legendären Label Blue Note Records heraus. Dabei ist der Jazzgitarrist schon lange kein Neuling mehr – weder in Sachen Alben noch in Sachen Blue Note. Denn Lange hat schon auf Blue-Note-Platten von The Nels Cline 4 oder Charles Lloyd mitgespielt, er gilt als einer der poetischsten Spieler seiner Generation. Jetzt allerdings gibt es die erste Platte mit ihm als Bandleader, und die Erwartungen sind entsprechend hoch gewesen.

Für das Album hat sich Julian Lage mit zwei Kollegen zusammengeschlossen, mit denen er seit Jahren ein eingespieltes Trio bildet: Bassist Jorge Roeder und Schlagzeuger Dave King. Gemeinsam haben sie insgesamt 11 Stücke eingespielt. Bis auf zwei Cover stammen alle Kompositionen von Lage selbst, der sie seinen Mitstreitern auf den Leib geschrieben hat. Ursprünglich sollte „Squint“ vor allem gut klingen. Doch die Pandemie, die die Aufnahmen erschwert hat, hat auch die Bedeutung verändert, die die Musik darauf für Lage hat.

„Als ich mit diesem Album angefangen habe, war meine erste Taktik, einfach positive, schöne Musik zu machen“, erzählt der Jazzvirtuose. „Ein Lichtstrahl von drei cats, die sich lieben. Nachdem die Aufnahmen nicht stattfinden konnten, habe ich über die Bedeutung der Musik nachgedacht. Es war klarer als je zuvor, dass Kunst und Musik Plattformen sind, um Einfluss zu nehmen, zu heilen und Konversationen zu vereinfachen. Es wurde sehr wichtig für mich, eine bestimmte emotionale Komplexität einzufangen, ein bisschen Verschwommenheit. Dieses Album macht es sich im Unbekannten bequem.“

Im Studio haben Lage zwei weitere langjährige Begleiter*innen beim Produzieren von „Squint“ geholfen. Mit Armand Hirsch spielt Lage seit Jahren immer wieder zusammen, und die Singer/Songwriterin Margaret Glaspy ist auch im Leben seine Partnerin. „Sie haben sicher gestellt, dass die Essenz immer im Zentrum stand, dass es bei ,Squint‘ nie nur darum ging, eine gute Jazzgitarre-Platte zu machen, sondern um Musik, die einen eindeutigen spirituellen Puls hat“, so Lage. Und noch einen anderen unerwarteten Einfluss gibt es auf dem Album: Wilco-Kopf Jeff Tweedy hat Lage beim Schreiben beraten.

„Squint“ ist nun in bestmöglicher Soundqualität auf Qobuz verfügbar – zum Streamen oder Downloaden. Die französische Plattform ist ein Pionier in Sachen digitaler Qualität. Sie war der erste Streamingservice, der seinen gesamten Katalog in verlustfreier Qualität zur Verfügung gestellt hat. Das ist nicht nur im Sinne der Abonnent*innen, sondern auch und vor allem im Sinne der Künstler*innen. Insgesamt gibt es bei Qobuz derzeit mehr als 70 Millionen Titel zu entdecken.

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