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„Quo vadis, Aida?“ gewinnt Europäischen Filmpreis

Quo vadis Aida
Foto: Deblokada, Christine A. Maier

Das Historiendrama über das Massaker von Srebrenica ist zum besten europäischen Film des Jahres gekürt worden.

  • Das Historiendrama „Quo vadis, Aida?“ von Jasmila Žbanić hat den Europäischen Filmpreis für den Besten Film gewonnen
  • Der Film hat außerdem die Auszeichnungen für die beste Regie und die beste Darstellerin erhalten
  • Er thematisiert das Srebrenica-Massaker im Bosnienkrieg aus Sicht einer UN-Übersetzerin

Mit insgesamt drei Auszeichnungen ist „Quo vadis, Aida?“ der große Gewinner beim Europäischen Filmpreis 2021. Das Drama ist für die Jury nicht nur der beste europäische Film des Jahres. Auch Regisseurin Jasmila Žbanić und Hauptdarstellerin Jasna Đuričić wurden ausgezeichnet.

Das Drama handelt von dem Massaker in Srebrenica im Jahr 1995. Die serbische Armee hat damals einen Genozid an 8 000 muslimischen Bosniaken begangen. Die UN, die eigentlich ihren Schutz zugesichert hatte, hat nichts dagegen unternommen. „Quo vadis, Aida?“ zeigt die Geschehnisse aus der Sicht der Übersetzerin Aida, die versucht, ihren Mann und ihre Söhne vor dem Massaker zu retten.

Jasmila Žbanić hat ihren Film in der Dankesrede den Frauen und Müttern sowie den ermordeten Männern von Srebrenica gewidmet. „Frauen müssen immer das Chaos aufräumen, das Männer verursachen“, sagte sie.

Der deutsche Schauspieler Franz Rogowski ist bei der Preisverleihung leer ausgegangen. Er war für seine Rolle in „Große Freiheit“ nominiert. Den Preis für den besten Darsteller hat stattdessen Anthony Hopkins für „The Father“ gewonnen. Im Frühjahr hat Hopkins für sein Spiel in dem Drama über einen Demenzkranken bereits den Oscar gewonnen.

Mehr Informationen und Videos der Dankesreden gibt es auf der Webseite des Europäischen Filmpreises.

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