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Rage Against The Machine fordern auf Reunion-Tour Abtreibung des Supreme Court

Rage against the Machine Reunion: Die vier Bandmitglieder stehen vor einem weißen Gitter.
Rage against the Machine.Foto: ratm.com

Anlässlich ihrer Reunion sind Rage Against The Machine auf Tournee. Auf dem Auftaktkonzert haben sie die Aufhebung von Roe v. Wade kritisiert.

  • Am 10. Juli 2022 haben Rage Against The Machine im US-Bundesstaat Wisconsin ihr erstes Konzert nach 11 Jahren gegeben.
  • Dabei haben sie sich politisch und kritisch zum Obersten Gerichtshof der USA geäußert.
  • Die Reunion-Tour führt die Band im September auch nach Deutschland.

Nachdem der Supreme Court das Recht auf Abtreibung in den USA gekippt und den einzelnen Bundesstaaten die Entscheidung über dieses Recht überlassen hat, haben sich viele Künstler:innen kritisch und wütend zu diesem Urteil gezeigt. Bei dem Auftaktkonzert ihrer Reunion-Tour haben nun auch Rage Against The Machine ihre Meinung geäußert. Zuvor hatte die Band auf Instagram geteilt, sie seien „angewidert“ von dem Urteil und fürchteten, rund die Hälfte der 26 Bundesstaaten würden Abtreibungen verbieten. Außerdem werde die Band 475 ooo US-Dollar aus den Verkäufen ihrer „Wohltätigkeits-Tickets“ an „Organisationen für Reproduktionsrechte“ spenden.

 

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Auf der Bühne des Alpine Valley Music Theatre im Bundesstaat Wisconsin hat die Metalband ihre Meinung zum „Roe v. Wade“-Urteil in ihrer Musik noch einmal ausgedrückt. Keiner der vier Musiker hat eine Rede zu dem Thema gehalten, doch viele Worte waren gar nicht nötig. „Freedom“ hat Frontmann Zack de la Rocha immer wieder gesungen. Währenddessen sind auf der Leinwand hinter der vierköpfigen Band verschiedene Textzeilen aufgetaucht.

„Treibt den Supreme Court ab“

„Erzwungene Geburt in einem Land, das das einzige wohlhabende Land der Welt ist, in dem es keinen garantierten bezahlten Elternurlaub auf nationaler Ebene gibt“, hieß es im ersten Statement. Von blitzenden Lichtern und de la Rochas „Freedom“s und „Yeah“s begleitet, erschien als nächstes: „Erzwungene Geburt in einem Land, in dem die Müttersterblichkeit bei schwarzen Gebärenden zwei- bis dreimal so hoch ist wie bei weißen Gebärenden.“

„Erzwungene Geburt in einem Land, in dem Waffengewalt die häufigste Todesursache bei Kindern und Jugendlichen ist“, hieß es weiter. Die Textanzeige hat mit der Aussage geendet: „Treibt den Supreme Court ab“, bevor das Lied zu seinem Ende kam und die Menge zu applaudieren und jubeln begann. So hat die Metalband auch nach elf konzertlosen Jahren bewiesen, dass sie ihre Neigung zu politischen Botschaften nicht verloren hat.

Rage Against The Machine Reunion

Rage Against The Machine holen aktuell ihre Reunion-Tour nach, die sie ursprünglich für 2020 geplant hatten. Die Tournee führt die Band auch für einige Termine nach Europa, am 3. September werden sie in Hannover auftreten. Finde auf der Webseite von Rage Against The Machine alle Daten ihrer Reunion-Tour.