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Reeperbahn Festival: 3 Tipps aus dem CEE-Showcase

Auf dem Reeperbahn Festival spielen dieses Jahr wieder Newcomer und Szenegrößen aus aller Welt. Wir stellen unsere Lieblingsacts aus dem Osteuropa-Showcase vor.
The Bad TonesScreenshot

Im Showcase „CEEntral Party“ kommen die spannendsten neuen Bands aus Zentral- und Osteuropa zusammen. Wir stellen unsere liebsten Bands aus dem Osten vor: Platon Karataev, The Bad Tones und Noisy Pots.

Hamburg: Tor zur Welt. Für das Reeperbahn Festival steht es noch ein bisschen weiter offen als sonst. Hier kommen jedes Jahr Bands aus aller Welt für Showcase-Formate zusammen, die ihre lokalen Musikszenen vorstellen. Hier sind unsere Tipps aus dem CEE-Showcase, der Zentral- und Osteuropa repräsentiert.

Den Anfang machen die Indierock-Durchstarter Platon Karataev, die für einen Showcase eigentlich schon fast zu groß sind. Die vier Jungs aus Ungarn haben sich schon vor drei Jahren mit dem Überraschungs-Hit „Elevator“ einen Namen gemacht, der es binnen kürzester Zeit in die deutschen Spotify-Charts geschafft hat. Das Debütalbum „For Her“ ließ dann nicht lange auf sich warten und auch die Single „For Her“ wurde in Deutschland, England und den USA über zwei Millionen Mal gestreamt. Ein zweites Album ist noch für dieses Jahr geplant. Im CEE-Showcase wärmen sie das Publikum mit ihrem grundsympathischen Indierock für ihre Nachbarn aus Tschechien, Lettland und Russland auf.

Unter den Nachbarn finden sich auch The Bad Tones aus Lettland. Das Quartett aus Riga spielt Folkrock mit Psychedelia-Einschlägen und gedenken mit ihrem Sound Größen der 60er wie America, The Byrds und Love, stets mit subtilen Arrangements und ausgefeilten Songstrukturen. Dabei sollten Besucher*innen des Reeperbahn Festivals keine Sorge haben, dass die Band an vergangenen Größen haften bleibt. Was ihrem Sound an Originalität fehlen mag, gleichen sie längst durch Souveränität und Geschick aus, und durch gelegentliche Abstecher in verschrobenere Country- und Bluesrockepisoden. Eine EP mit dem selbstironisch dem Bandnamen Tribut zollenden Titel „Bad Tunes“ gibt es bereits, ein Debütalbum steht auf der To-Do-Liste.

Zuletzt sind da Noisy Pots aus Tschechien. Die Prager haben sich über die letzten fünf Jahre mit ihrem organischen DIY-Kitchen-Electro einen Namen gemacht. Ihren ganz eigenen Sound erzeugen Jakub Tengler und Michal Šupák durch Improvisation auf Küchengeräten – Töpfen, Eimern und Besteck zum Beispiel – verbunden mit Electrobeats in der Machart von Moderat und Seekae. Sie ergänzen diese klangliche Grundierung mit Genre-Experimenten in Richtung Jazz oder sogar Klassik – eine Unberechenbarkeit, die sich in ihren spontanen, energetischen Liveshows widerspiegelt, sicherlich auch auf dem Reeperbahn Festival.

Der CEE-Showcase findet am 19. 9. im Thomas Read Pub statt. Weitere Infos zum Programm findet ihr hier.