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Riviera Festival: Pop- und Clubkultur in Offenbach

Die Sängerin Mélissa Laveaux
Die Sängerin Mélissa Laveaux verbindet Neo-Folk-Blues mit afro-feministischen Themen.

Vom 2. bis zum 4. 9. findet das Riviera Festival in Offenbach statt. Drei Tage lang ist das Mainufer geprägt von Popkultur.

Drei Tage lang zeitgenössische Popkultur am Mainufer in Offenbach: Das Riviera Festival bietet zwischen dem 2. und dem 4. September jungen Musikschaffenden eine Plattform, um Neues auszuprobieren und Popkultur aktiv zu gestalten und vor allem zu erleben. Das dezentrale Festival findet an verschiedenen Kunst- und Kulturorten in Mainnähe statt: Musiker:innen, DJs, Kulturzentren, Studios, Plattenläden und Vertreter aus der Musikwirtschaft treffen aufeinander, und es entsteht ein Konglomerat progressiver Popkultur.

Offenbach ist historisch einer der wichtigsten Standorte für elektronische Musik in Deutschland. Somit ist es ein richtiges und wichtiges Zeichen, dass das Amt für Kulturmanagement diesem Festival die relevante Bühne verleiht, die es verdient hat.

Riviera Festival: Die Eröffnung

Eröffnet wird das Festival am 2. 9. mit der Riviera-Konferenz im Capitol Theater, die relevante Themen für die Musikwirtschaft, für Kreative und für Pop-Fans verhandeln wird. In diesem Jahr werden Expert:innen und Akteur:innen aus der Region gemeinsam ins Gespräch darüber kommen, wie man kreative Innovationen an einen Standort wie Offenbach binden kann.

Darüber hinaus werden an der Konferenz interessante Gäste, wie der Kurator des Popkultur Festivals Berlin Christian Morin, Mental Health Coach Florence Jimenez Otto, die Kulturwissenschaftlerin Kordula Kunert, die aus Odessa stammende Band Chillera und viele weitere spannende Musikschaffende teilnehmen.

Hervorzuheben sind ein paar besondere Panels: Die Initiative Musik, vertreten durch den Leiter der Abteilung Künstler:innenförderung Robert Schulz, stellt ihre Förderprogramme in einem Podiumsgespräch vor und die Kick-Off-Veranstaltung der Initiative Clubtopia lädt zu einem Gespräch über klimafreundlichen Wandel in der Clublandschaft ein. Neugierig macht auch der Abschluss der Konferenz, der in Form eines Konzerts der Formation Cosmic Threat (kiki Hitomi, Volker Hemken und Disupt) gefeiert wird.

Die Moderation der Panels übernimmt die Kulturjournalistin und Podcasterin Aida Baghernejad, der Eintritt ist frei.

Riviera Festival: Das musikalische Programm

Zur Eröffnung des Festivals spielen der Bremer Rapper Tightill und die Künstlerinnen Pape im Hafen 2, im Waggon laden Neon Lies zum Tanzen ein und in den Parkside Studios spielt der Indie-Pop-Künstler Rolf Blumig.

Im Rahmen der Riviera-Konferenz wird die Auftragskomposition „Two play to play“ gezeigt, außerdem wird das Leipziger Duo (Un)Known Spheres das Theater in eine andere Welt katapultieren.

Am Samstag bespielt Fuffifufzich den Hafen 2 mit einer ordentlichen Portion Synth-Wellen und als Sundowner gibt es afro-feministische Klänge der Sängerin Mélissa Laveaux zu hören. Wenn die Sonne dann verschwunden ist, können sich die Besucher:innen auf eine 3D-VR-Show der Künstlerin Discovery Zone freuen.

Im Robert Johnson präsentiert Anthony Hüseyin am Samstag das neue Album „O“, eine persönliche Identitätssuche als queerer, POC, non-binärer Musiker aus der Türkei. Im Anschluss findet die Robert Johnson Clubnacht statt.

Die muskelbepackte Kunstfigur Rummelsnuff alias Roger Baptists wird im Waggon mit Polka-Pop eskalieren, und erst am Sonntagnachmittag wird das DJ-Team Mach Mal Langsam ein paar Gänge runterschalten.

In den Riviera Parkside Studios loten derweil die nihilistischen Nonnen Hildegard von Binge Drinking ihr neues Album „Echo der Delfine“ aus. Mit dabei: Das Kinn aus Frankfurt – Falcos Reinkarnation.

Riviera Festival: Weiteres Rahmenprogramm

Zudem findet in den Parkside Studios eine Kunstausstellung statt: Der Illustrator und Titanic-Zeichner Leo Riegel illustriert mit seiner Ausstellung „Pizza mit Alles“ das Absurde, Schreckliche und Schöne unseres Alltags. Untermalt wird die Ausstellung am Sonntag vom Offenbacher Soul-Pop-Duo Body*Lotion.

Am Hafengarten (entlang des Mainradweges) kommen verschiedene Graffiti-Künstler:innen zusammen, um 115 Meter Beton zu verschönern. Parallel zum Graffiti-Jam wird die kleine, aber feine Kunstversteigerung ArtBet stattfinden.

Die Tagestickets für das Festival: Ab 18,40 Euro
Wochenendtickets: Ab 34,20 Euro

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