MUSIK

Robbie Williams „The Christmas Present“

 

Was bleibt ihm jetzt noch? Dem Alkohol hat Robbie Williams schon vor 19 Jahren abgeschworen, und Drogen sind tabu, seit er mit seiner Frau Ayda Field zusammengekommen ist. Seit 13 Jahren sind die amerikanische Schauspielerin und Englands vielleicht noch immer charismatischster Popstar nun schon ein mittlerweile auch verheiratetes Paar, und dementsprechend hat es sich der 45-Jährige aus Stoke auch abgewöhnt, mit anderen Frauen zu schlafen. „13 Jahre Monogamie“, staunt Williams im Interview mit einem britischen Männermagazin. „Das hätte selbst ich nicht für möglich gehalten.“ Aber Field, eine nach Robbies Worten nicht nur zauberhafte, sondern auch sehr resolute Person, die kernigen Kraftausdrücken nicht abgeneigt sei, habe ihn zum besten und stabilsten Robbie gemacht, den es je gab.

Mensch, Robbie, als nächstes fängst du an, Golf zu spielen, oder was?

Selbst das Rauchen hat er am 1. Januar diesen Jahres aufgegeben, den Kindern – Teddy ist 7, Charlie 4 und Coco 1 – zuliebe und überhaupt. Bis heute hat er durchgehalten. „Okay, ein einziges Mal bin ich schwach geworden und habe im Studio eine mit Lily Allen gequalmt“, berichtet er über die Begegnung mit seiner alten Freundin, die zur gleichen Zeit im gleichen Studio an neuer Musik gearbeitet hat wie Robbie. „Außerdem esse ich jetzt sehr viel Fisch und kaum noch rotes Fleisch“, legt er dann auch noch nach. Mensch, Robbie, als nächstes fängst du an, Golf zu spielen, oder was? Äh ja, schon passiert. „Golf ist geil. Du läufst zwei Stunden durch die Gegend und verbrennst 1900 Kalorien. Ich habe als Jugendlicher schon gespielt, dann einfach aufgehört und neulich wieder angefangen. Von allen Süchten, die ich je hatte, ist Golf die mit Abstand gesündeste.“

„Es ist in Ordnung für mich, keine Musik für junge Leute mehr zu machen.“

Das ist also Robbie Williams im Jahr 2019. Jener Robbie Williams, der mit 16 als jüngstes Mitglied von Take That zum Teenie-Superstar avanciert ist, nach seinem Absturz plötzlich auch solo die Stadien füllen konnte und der mit Ayda Field eine Familie gegründet hat, nachdem er am Höhepunkt des Erfolgs Depressionen bekommen und Ufos gesehen hat. Heute lebt er auf dem englischen Land und in L.A., hat feste Shows in Vegas und in London, und seine größte Sorge ist momentan, dass die Familienhunde ständig die cremefarbenen Vorhänge vollpissen. Schon vor etwa zehn Jahren, als seine Singles aufhörten, richtige Hits zu sein, hat er sich damit abgefunden, zum mittelalten Eisen zu gehören. „Es ergibt keinen Sinn für mich, mit Lewis Capaldi oder Harry Styles konkurrieren zu wollen. Deren Fans streamen, meine nicht. Und es ist in Ordnung für mich, keine Musik für junge Leute mehr zu machen.“

Dem neuen Robbie steht diese Platte zum Fest der Liebe sehr gut.

Zu dieser gelassenen Erkenntnis passt „The Christmas Present“, Robbies Doppel-Weihnachtsalbum, das halb aus Klassikern wie Slades „Merry Xmas everybody“ (mit Jamie Cullum) oder „Santa Baby“ (ein Duett mit Helene Fischer) und halb aus gemeinsam mit dem altgedienten Co-Komponisten Guy Chambers gedrechselten Neu-Weihnachtsliedern besteht, wo dann Rod Stewart, Bryan Adams, Robbies Vater Pete sowie Boxer und Las-Vegas-Buddy Tyson Fury mitsingen. Dem neuen Robbie steht diese Platte zum Fest der Liebe sehr gut. „Weihnachten ist total unser Ding“, freut sich Robbie schon auf die tollen Tage, die die Familie wie so oft in den letzten Jahren in L.A. verbringen wird. „Ayda schmückt schon das ganze Haus, und wir werden auch wieder ein blinkendes Lichterspektakel bieten, das sich gewaschen hat. Unser Haus wird das illuminierteste von ganz Beverly Hills sein.“

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