Black Lives & Black Love
Mit „Better than I imagined“ setzen sich Robert Glasper und Sängerin H.E.R. mit der Liebe innerhalb der Schwarzen Community auseinander – und dem Einfluss von gesellschaftlichem Rassismus.
Heute, am 28. August, jähren sich der March of Washington und die berühmte „I have a Dream“-Rede von Martin Luther King zum 57. Mal. In Erinnerung an dieses historische Ereignis findet in Washington erneut ein Protestmarsch statt, mit dem in Gedenken an den im Mai getöteten George Floyd gegen Polizeigewalt und für mehr Gerechtigkeit demonstriert wird. Im Vorfeld der Demonstration veröffentlicht der Pianist und Produzent Robert Glasper gemeinsam mit der Sängerin H.E.R. und der Rapperin und Bassistin Meshell Ndegeocello die Single „Better than I imagined“, in der es um Liebe und Beziehungen innerhalb der Schwarzen Community in den USA geht.
„Black lives matter und das gilt auch für Schwarze Liebe“, sagt Glasper über den Song. „Niemand möchte ohne Liebe leben, aber über Generationen haben Menschen in unserer Gemeinschaft nicht die Werkzeuge gehabt, die es gebraucht hätte, um gesunde Beziehung zu führen. Es scheint, dass die Menschen jetzt endlich bereit sind, ihre Augen zu öffnen und den systemischen Rassismus in diesem Land zu sehen. Und wenn wir darüber sprechen, müssen wir auch darüber sprechen, wie er unsere Beziehungen beeinflusst: wie wir kommunizieren, wie wir uns selbst sehen und wie wir miteinander umgehen. Es ist nicht immer gut, auch wenn es das sein könnte.“
Gemeinsam mit dem Jazzbassisten Derrick Hodge wird Robert Glasper auch bei dem Protestmarsch in Washington auftreten. Den Höhepunkt der Veranstaltung bilden Reden von Michelle Obama und Martin Luther King III.
Mit der Single „Better than I imagined“ kündigt Robert Glasper gleichzeitig auch sein neues Album an. „Black Radio 3“ soll 2021 bei Loma Vista erscheinen. Sein letztes Album „Fuck yo Feelings“ ist 2019 auf dem selben Label erschienen.
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