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Ron Gallo geht mit „Foreground Music“ auf Deutschland-Tour 2023

Ron Gallo vor einer orangefarbenen Wand mit Absperrband um den Körper.
Ron Gallo spielt 2023 mit „Foreground Music“ vier Konzerte in Deutschland.Foto: Dylan Reyes

„Foreground Music“ wird das sechste Album von Ron Gallo heißen. Im Mai 2023 kommt der Punker aus New Jersey für vier Konzerte nach Deutschland!

Ron Gallo hätte in den späten 70er-Jahren locker neben Johnny Rotten bestehen können. Ausgestattet mit ordentlich nihilistischem Verdruss und allgemeinem Abfuck, gepaart mit einem rohen Garage-Rock- und Punk-Sound, steht der in New Jersey geborene Gallo seit vielen Jahren auf der Bühne und sorgt für schwitzige Klubnächte. Doch die Annahme, dass er bloß eine Retro-Welle surfen würde, wäre falsch. Schließlich ist in seinem Punk immer wieder Platz für kleine Träumereien, die so bei den Sex Pistols eher selten zu finden waren. Das mag auch daran liegen, dass Gallo, bevor er das selbstbetitelte Trio mit Joe Bisirri am Bass und Dylan Sevey am Schlagzeug gegründet hat, Mitglied der Toy Soldiers war. Eine Band, die sich neben dem Rock auch dem Soul und dem Folk verschrieben hatte.

Ron Gallo: Neue Single, neues Album und eine Tour 2023

Inzwischen ist aus dem Trio ein Quartett geworden (Ron Gallo – Gesang/Gitarre, Chiara D’Anzieri  – Bass, Jerry Bernhardt – Gitarre und Dylan Sevey  – Drums), doch der Sound schlägt noch immer voll in die Pistols-Kerbe. Und daran wird sich so schnell auch nichts ändern. So lassen es zumindest die Vorabsingles für Gallos sechstes Studioalbum „Foreground Music“ vermuten, das am 23. März erscheinen wird. Einzig die vierte und neueste Single „Yucca Valley Marshalls“ bedient einen etwas ruhigeren Ton. Auf Gallos neuem Album „Foreground Music“ entfaltet sich die berechtigte Wut über vieles, das in unserer Welt verkehrt läuft. Gallo holt zum Rundumschlag gegen männliches Anspruchsdenken, Gentrifizierung, Narzissmus, Fremdenfeindlichkeit, Rechtsradikale, Klimaleugner, die kapitalistischen Großkonzerne und seine eigenen Ängste aus. Der Titelsong steht dabei stellvertretend fürs ganze Album.

„Dieser Song ist ein Strom des Bewusstseins über die große Vielfalt von Ängsten, die das heutige Leben bestimmen. Eine Ode an all die 3 Uhr morgens, an denen ich in Panik aufgewacht bin – vom Ende der Welt bis zum Bedauern über alles, was ich in meinem Leben je gesagt oder gemacht habe. Vielleicht stimmt etwas mit mir nicht, oder es ist ein Amerika-spezifisches Problem, aber wie kann man in diesem Moment am Leben sein, ohne Angst zu haben? Dieser Song kommt vielleicht dem am nächsten, was in meinem Kopf vorgeht – lachend durch die Krise – daher denke ich, dass es ein guter Name für das Genre der Musik ist, die ich mache“, so der 30-Jährige über den Titelsong.

Wer da nicht mit einer Sicherheitsnadel in der Oberlippe und einem lauten „Oi!“ in den Moshpit springen will, fühlt überhaupt nichts mehr. Doch für alle, die noch bei Verstand sind, hier die Tour-Termine für die „The Overdevelopment Tour 2023“ von Ron Gallo.

Ron Gallo: Vier Deutschland-Konzerte in 2023