URBANE KULTUR

Sandra Hüller erhält Bundesverdienstorden

Sandra Hüller Verdienstorden
Sandra Hüller(c) Ina Schoenenburg / Ostkreuz

Sandra Hüller ist nicht zu bremsen: erst vor Kurzem wählten die Kritiker*innen des Fachmagazins Theater heute sie zur Schauspielerin des Jahres 2020. Nun verleiht Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier der 42-Jährigen den Bundesverdienstorden. Insgesamt 15 Bürgerinnen und Bürger, darunter sieben Frauen und acht Männer, erhalten am 1. Oktober den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland im Schloss Bellevue.

„Vereint und füreinander da“

Das Motto der Ordensverleihung lautet „Vereint und füreinander da“ und steht für das außerordentliche Engagement der 15 Geehrten. „Sie helfen, die Corona-Pandemie zu bewältigen, fördern das Zusammenwachsen von Ost und West und tragen dazu bei, Vorurteile in unserer Gesellschaft abzubauen“, heißt es auf der Webseite des Bundespräsidenten. Neben Sandra Hüller werden unter anderem Virologe Prof. Dr. Christian Drosten und Starpianist Igor Levit mit dem Verdienstorden gewürdigt.

Besonderes Engagement beweist Sandra Hüller nicht nur auf der Theaterbühne oder der Kinoleinwand. Immer wieder macht die Schauspielerin auf soziale Missstände und Ungleichheit aufmerksam, nicht nur für Menschen, die, wie sie im Kulturbetrieb aktiv sind, sondern jegliche Personen, die in ihrer beruflichen Existenz bedroht sind.

Ihr Ehrgeiz führte die in Suhl geborene Thüringerin als eine der jüngsten Studentinnen an die Schauspielschule Ernst Busch nach Berlin. Es folgten Inszenierungen u. A. in Jena, München und Zürich. Seit 2018 ist sie festes Ensemblemitglied am Schauspielhaus Bochum. Im Kino ist Sandra Hüller in ihrem aktuellen Film „Exil“ zu sehen. Große Bekanntheit und internationale Aufmerksamkeit erlangte sie vor allem in ihrer Rolle in Maren Ades Vater-Tochter-Tragödie Toni Erdmann (2016).

Weitere Infos zur Verleihung des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland gibt es auf der Webseite des Bundespräsidenten.