Sarah Lesch: Triggerwarnung
Mit schönen Arrangements, eine warmen Stimme und saumseligem Bauwagencharme positioniert sich Sarah Lesch gegen veraltete Rollenvorstellungen.

Vor was Sarah Lesch auf ihrem fünften Album warnen will, wird erst im Laufe von „Triggerwarnung“ erkennbar. Zuvor gibt es Banjo und Fiddeln, Percussionspielereien und eine Sängerin, deren Stimme vor allem Harmonie und Harmlosigkeit verbreitet. Erst mit Songs wie „Schweigende Schwestern“ oder „Drunter machen wir’s nicht“ positioniert sich die Leipziger Liedermacherin gegen Sexismus und veraltete Rollenvorstellungen.
Die Lyrics eindeutig, bleibt ihr Sound leider sehr zahm; so richtig gelingt Lesch der Spagat zwischen Hippie und Hipster, zwischen Protest-Folk und Mainstreampop nicht. Stattdessen gibt es schöne Arrangements, eine warme Stimme und saumseligen Bauwagencharme. Das dürfte auch in den entlegensten Orten des Landes noch für Behaglichkeit sorgen, also genau dort, wo feministische Debatten dringend gebraucht werden. Statt „Triggerwarnung“ sagen wir: Nur Mut, Sarah!
Musik


Bonobo im Interview: Raus aus dem Hamsterrad

Ein echter Songwriter: This is Lorelei im Interview
Hörenswert

Positiver Twist: Massendefekt lassen sich ihren Optimismus nicht nehmen!
Die Punkrockband Massendefekt lässt sich ihren Optimismus trotz herausfordernder Gesamtsituation nicht nehmen. Ob das daran liegt, dass im Tourbus auch mal Schlager laufen?

- Review
Typologie eines Lebens von EBOW: Was Deutschrap sein kann
Das neue Album „Typologie eines Lebens“ der Rapperin Ebow liefert alles, was Deutschrap im besten Fall sein kann. Zusätzlich versteht die Künstlerin es Rap Traditionen feministisch umzudenken.

Ballerina aus Bratislava: Adéla übernimmt die Popwelt
Provokation, große Träume und Ballett. Adéla hat alle drei Elemente perfektioniert und dreht auf ihrem Debütalbum „PRIMA“ Pirouetten durch eine Popwelt, von der sie selbst einst nicht mal zu träumen wagte.
