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Sasha Waltz & Guests: Choreographische Oper „Matsukaze“ bald gratis auf YouTube

Die Produktion Matsukaze in Brüssel.
Ein Ausschnitt aus „Matsukaze“ aus „La Monnaie“ in Brüssel (2017)Foto: Bernd Uhlig

Die weltberühmte deutsche Choreographin und Tänzerin Sasha Waltz beglückt das Opernpublikum erneut digital: Die Regisseurin, die sonst an der Pariser Oper inszeniert, und an Theatern in Rom, Warschau, Brüssel, Caracas, Amsterdam und New York tätig ist, setzt mit ihrer international aufgestellten Compagnie Sasha Waltz & Guests vom 11. bis 20. Februar ihr kostenfreies Onlineprogramm auf YouTube  fort.

Es wird die Filmaufzeichnung von Sasha Waltz‘ choreographischer Oper „Matsukaze“ zu der Musik des zeitgenössischen japanischen Komponisten Toshio Hosokawa gezeigt. Die von Waltz begründete choreographische Oper erweitert die Mittel des Musiktheaters um die theatralen Ansätze des Tanzes. So gelingt es Waltz immer wieder, eine neuartige Verschmelzung von Tanz, Gesang und Musik zu kreieren.

Die Produktion „Matsukaze“ ist im Auftrag des Théâtre Royal de la Monnaie entstanden, wo auch die Uraufführung 2011 stattfand. Auf dem YouTube-Kanal der Berliner Tanzcompagnie ist der Stream für zehn Tage kostenfrei zu sehen. Hier geht es zum YouTube-Kanal von Sasha Waltz & Guests.

„Matsukaze“: Klassiker des japanischen Nô-Theaters

Die Inszenierung Matsukaze in Brüssel.
Beeindruckendes Still aus der choreographischen Oper „Matsukaze“ von Sasha Waltz. Foto: Bernd Uhlig

Die Inszenierung basiert auf einer der beliebtesten Klassiker des Nô-Theaters. Diese japanischen Theaterstücke funktionieren als komplexes Gesamtkunstwerk und führen dramatische Dichtung, Gesang, Musik und Tanz zusammen. Die tiefe Verwurzelung des Theaters mit den Religionen, Ritualen und kulturellen Traditionen Japans spiegelt sich einerseits in den Themen und Handlungen, andererseits im Bühnenbild und in den Abläufen der Aufführungen wider.

Das Stück „Matsukaze“ dreht sich um die Schwestern Matsukaze und Murasame, die beide einen Mann lieben, wobei ihre Gefühle jedoch zeitlebens unerwidert bleiben. Noch Jahre nach ihrem Tod kehren die Seelen der Schwestern ins Diesseits zurück, unermüdlich auf der Suche nach ihrem Geliebten. Die Musik stammt aus der Feder des zeitgenössischen Komponisten Toshio Hosokawa, das Libretto von Hannah Dübgen.

Mit „Matsukaze“ schließt Ausnahmechoreographin Waltz inhaltlich an die beiden Opernproduktionen „Dido & Aeneas“ von 2005 und „Medea“ von 2007 an. Auch in diesen Stücken stand das Schicksal zweier antiker Frauenfiguren im Mittelpunkt.

Hier den Trailer zum Stück „Matsukaze“ von Sasha Waltz ansehen

Hier der YouTube-Link zur kompletten Inszenierung – ab dem 11. Februar 2022 verfügbar: Sasha Waltz & Guests: „Matsukaze“ gratis auf YouTube.

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