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Film

Sechs Filme, die auf True-Crime-Fällen basieren

Von eiskalten Serienmördern bus zu genialen Hochstaplern: Wie viel Wahrheit steckt eigentlich hinter großen True-Crime Filmen?

True-Crime Bestenliste

True-Crime ist eine stetig wachsende Nische, die gerade in der letzten Zeit durch die „Monster“ Serie von Ryan Murphy und Ian Brennan viel Aufmerksamkeit erlangen konnte. In dieser Liste findet ihr sechs True-Crime Filme, die sich mal mehr und mal weniger an die Wahrheit halten.

Zodiac – Die Spur des Killers

Der Film von David Fincher aus dem Jahr 2007 basiert auf dem gleichnamigen Serienmörder, der in den späten 60er- und frühen 70er-Jahren sein Unwesen getrieben hat. Im Film schlüpft Jake Gyllenhaal in die Rolle von Robert Graysmith, einem Karikaturisten bei der Zeitung San Francisco Chronicle. Durch die Hinweise und Briefe des Killers an die Zeitung wird Robert besessen davon, das Rätsel zu lösen und die Identität zu enthüllen. Dabei erlebt der Zuschauer zusätzlich die Perspektive der Polizei und der Journalisten, welche über Roberts Position stehen.

Der Film gilt als einer der genauesten True-Crime-Filme überhaupt, da David Fincher die Opfer, die Tatorte und sogar die Chiffren des Zodiac-Killers exakt rekonstruierte. Auch basiert der Film auf dem Roman von Robert Graysmith. Bis heute wird nur vermutet, wer die Morde begangen hat, es bestehen allerdings noch Zweifel, und der Hauptverdächtige starb bereits 1992 mit 58 Jahren.

 

Killers of the Flower Moon

Das indigene Volk der Osage aus Oklahoma wird in den 1920er-Jahren durch den Fund von Öl reich. Diese Info spricht sich im Land herum, und immer mehr Weiße siedeln sich in der Nähe an. Einer davon ist der gierige Viehhalter William Hale (Robert De Niro). Dieser stiftet seinen Neffen Ernest Burkhart (Leonardo DiCaprio) an, die Osage-Frau Mollie (Lily Gladstone) zu heiraten. Durch geschicktes Morden soll er alles Land der reichen Familie erben und den Gewinn mit seinem Onkel teilen. Als einige schon tot sind, schaltet sich das noch neue FBI ein und klärt die Morde auf.

Regisseur Martin Scorsese hielt sich sehr dicht an die FBI-Akten und arbeitete eng mit Nachfahren der Osage zusammen, wodurch der Film historisch sehr akkurat ist. In der Realität schritt das FBI erst nach 20 Morden ein, und es mordeten nicht nur William Hale und Ernest Burkhart, sondern fast das halbe Dorf.

 

Woman of the Hour

Sheryl Bradshaw, gespielt von Anna Kendrick, nimmt als Single-Frau an der beliebten Fernsehsendung The Dating Game (im Deutschen The Dating Show) teil. Im Verlauf des Formats muss sie sich nur anhand von Antworten der Männer für einen von ihnen entscheiden. Eine Sache, die niemand dabei weiß, ist, dass der Kandidat Nummer 3, Rodney Alcala, ein sadistischer Serienmörder ist.  Der Film zeigt verschiedene Perspektiven und beleuchtet Alcalas Vergangenheit sowie seine vorherigen Morde.

Das meiste im Film stimmt und ist wirklich so geschehen. Die Produzenten der Sendung prüften Alcalas Vergangenheit nicht, und Sheryl wählte ihn am Ende tatsächlich als Date aus. Anders als im Film fand dieses jedoch nicht statt. Nach der Show im Backstage-Bereich kam Sheryl Alcala komisch vor, und sie fühlte sich so unwohl, dass sie das Date absagte und sich somit womöglich selbst das Leben rettete.

 

GoodFellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia

Das Mafia-Meisterwerk von Martin Scorsese erzählt die Geschichte von Henry Hill (Ray Liotta) in den 50er-Jahren in New York. Sein einziges Ziel ist es, ein Gangster zu werden, wofür er sich in der bekannten Lucchese-Verbrecherfamilie von unten hocharbeitet. Als Trio mit dem eiskalten Jimmy Conway (Robert De Niro) und dem unberechenbaren, psychopathischen Tommy DeVito (Joe Pesci) erlebt Henry den absoluten Rausch aus Geld, Macht, Gewalt und Luxus. Der größte Erfolg der Truppe ist der Lufthansa-Raub 1978, bei dem sie am JFK-Flughafen fünf Millionen Dollar ergattern können. Langsam beobachtet man, wie die Gier allen dreien schadet und auf das Hoch ein Tief folgt. Das FBI kommt ihnen auf die Schliche, und Henry bricht den Ehrenkodex der Mafia, um selbst zum Zeugen zu werden.

Einige Namen sind aus rechtlichen Gründen verändert, und in der Realität waren die Ereignisse deutlich brutaler. Zusätzlich passt Joe Pesci optisch nicht in die Rolle von Tommy DeVito, wobei der Charakter dennoch gut getroffen wurde.

Der goldene Handschuh

Fatih Akins Verfilmung des gleichnamigen Romans von Heinz Strunk ist einer der radikalsten, dreckigsten und schockierendsten deutschen Kriminalfilme überhaupt.

In dem Film geht es um den alkoholkranken Fritz Honka, der von Jonas Dassler gespielt wird. Dieser verbringt sehr viel Zeit in der Altonaer Kneipe „Zum Goldenen Handschuh“ und lernt dort Frauen kennen. Diese nimmt er mit nach Hause in seine Wohnung, misshandelt und ermordet sie. Er entsorgte sie in seiner Wohnung und versteckte die Leichenteile, nachdem er sie zerstückelt hatte, hinter den Wänden.

Der Film ist quasi wie die Realität damals und das Set wurde mit der Hilfe von Polizeifotos nachgebaut. Auch stimmt die Tatsache, dass Honka in seiner Wohnung eine Vielzahl an Duftbäumen in seiner Wohnung aufhängte, um den starken Verwesungsgeruch zu überdecken.

 

Catch Me If You Can

Der junge Frank Abagnale Jr., gespielt von Leonardo DiCaprio, läuft von zu Hause weg, als sich seine Eltern scheiden lassen. Mit der Zeit gelingt es ihm, Schecks in Millionenhöhe zu fälschen. Dafür braucht es nicht nur seinen Charme, sondern auch psychologische Geschick. Er verschafft sich verschiedene Identitäten, um an das Geld heranzukommen, und gibt sich dafür unter anderem als Pilot, Arzt und Staatsanwalt aus. Aufgrund der seriösen Verkleidungen hinterfragt es niemand – bis der FBI-Agent Carl Hanratty, gespielt von Tom Hanks, ihn zu jagen anfängt.

Der Film von Spielberg basiert zwar auf der Autobiografie von Frank Abagnale, dieser übertrieb allerdings massiv und schmückte seine Geschichte stark aus. Die meiste Zeit war er gar kein Arzt oder Pilot, der um die Welt reiste, sondern saß im Gefängnis oder versteckte sich. Auch wurde im Film eine Art Vater-Sohn-Beziehung zwischen ihm und Hanratty hinzugefügt, welche niemals existierte.

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