- Review
Elfen und Trolle
Mit „Odin’s Raven Magic“ lassen Sigur Rós ein Gedicht aus dem 14. Jahrhundert wieder auferstehen.

Seit Jahren produzieren Sigur Rós nur noch negative Schlagzeilen: Drummer Orri Páll Dyrason hat die Band 2018 nach Missbrauchsvorwürfen verlassen, zudem gibt es viele ungeklärte Fragen zwischen der Band und den isländischen Steuerbehörden.
Letzteres könnte auch der Grund sein, warum nur zwei Monate nach dem neuen Soloalbum von Sänger Jónsi wie aus dem Nichts eine Sigur-Rós-Veröffentlichung auftaucht: „Odin’s Raven Magic“ bietet kein neues Material, sondern eine im Jahr 2002 mit Chor und Sinfonieorchester aufgenommene Vertonung eines Gedichts aus dem 14. Jahrhundert, an der mit Steindór Andersen auch ein Kantor für traditionelle epische Erzählungen mitgewirkt hat. Egal, auch mit fadem Beigeschmack tut es gut, endlich wieder in diese wunderbar kitschige Welt der Elfen und Trolle abzutauchen.
Musik


Too close for Running - Aron!

Ansingen gegen die Angst: Lael Neale geht auf Tour
Hörenswert

- Storys
Frei und radikal: Actress verneigt sich vor den Geistern der Avantgarde

Shygirl ist zurück: Neues Album Swallow! erscheint im November
Die Londoner Künstlerin, zuletzt Support-Act auf Troye Sivans und Charli xcxs „Sweat“-Tour, legt das Erscheinungsdatum ihres neuen Albums vor und startet die neue Ära mit einem kinoreifen Musikvideo.

The fatal Flaw: Paris Palomas Schlacht gegen KI und Patriarchat
Paris Paloma kämpft auf „The fatal Flaw“ gegen KI in der Kunst und patriarchale Systeme. Ein Album wie ein Kampfschrei, der nicht loslässt.
