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„One Blood, one Cuzz“: Snoop Dogg will ein Ende der Gang-Gewalt

Mit seiner neuen Single spricht sich der Rapper für eine Versöhnung zwischen Bloods und Crips aus – und ehrt einen verstorbenen Weggefährten.

Auge um Auge, Zahn um Zahn: In den von Gang-Gewalt zermürbten Vorstädten der amerikanischen Metropolen hat das Prinzip der Blutrache bis heute Bestand. In seinem neuen Track „One Blood, one Cuzz“ spricht sich Snoop Dogg nun für das Ende der Gewalt und den Frieden zwischen Bloods und Crips aus. Die zentrale Botschaft seines Songs verpackt der Rapper dabei im Chorus: „One Blood/one cuzz/now put them all together/we got one love.“ Das Wort Cuzz ist dabei eine in den Gangs gebräuchliche Bezeichnung eines Crip-Mitglieds.

Nicht ohne Grund ist die neue Single des Westcoast-Urgesteins am 15. August erschienen: Der Tag ist der Geburtstag des im März ermordeten Rappers Nipsey Hussle, der für seine Bemühungen um Einigkeit zwischen Bloods und Crips bekannt war. „For God so loved the world he gave us a good Crip/The late great Neighborhood Nip,” sagt Snoop über seinen ehemaligen Weggefährten. Auch den Mörder des Rappers spricht er in seinem Song an: „Damn, how could this ni**a do this?/It’s because every neighborhood Jesus got a neighborhood Judas“. Im Video zu „One Blood, one Cuzz“ ist Snoop vor einer Wandmalerei zu sehen, die das Gesicht Nipsey Hussles zeigt.

Aufgewachsen in der Stadt Long Beach an der US-Westküste war Snoop in seiner Jugend selbst der Teil der Crips, ehe er in den 90er-Jahren mit der Musik seinen Durchbruch schaffte. Ausgehend von seinen persönlichen Erfahrungen setzte sich der Rapper in der Vergangenheit bereits mehrfach für eine Versöhnung der rivalisierenden Gangs ein. Gemeinsam mit seinem Rap-Kollegen The Game unterstützte er 2016 den Abschluss eines Friedensvertrags zwischen Bloods und Crips.

Bereits letzte Woche hat Snoop Dogg den Track „Let Bygones be Bygones“ veröffentlicht. Sein neues Album „I wanna thank me“ ist heute erschienen.

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