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Soft Hair – Soft Hair

Freakalarm: Connan Mockasins und Sam Eastgate (LA Priest) haben jetzt ein gemeinsames Projekt namens Soft Hair.

Jede Woche stellen wir hier eine spannende Neuerscheinung zur Debatte. Es diskutieren Carsten Schrader, Mitja Steffens und Philipp Kressmann von der kulturnews. Und als Gäste: die stilbildenden Riot Grls Sandra und Kerstin Grether von der elektronisch aufgeheizten Chansonrockband Doctorella aus Berlin.

 

Kerstin und Sandra: Wenn Musik zu elektronisch ist und zu wenig Gitarren hat, werden wir unruhig … Das sind dann wohl die Bands, die in Interviews erzählen, man kann zu Hause alles am Computer machen. Und irgendwie hört man das dann. Sorry, da steigt die Doctorella-Bande aus und klickt sich zurück zur Band Clipping.

Carsten: Nein, wartet! Mich hat diese Platte anfangs auch total befremdet – was übrigens bei Sam Eastgates letzten Projekt LA Priest zunächst auch so war und bei Connan Mockasins Soloplatten immer noch der Fall ist. Diese Platte dreht sich nach ein paar Durchläufen rein und macht dann unglaublich viel Spaß! Und wartet nicht zu lange: Bin unsicher, ob ich auch im Winter in die dafür nötige Freakstimmung komme. Mitja?

Mitja: Schon. Für mich haftet dieser Platte ziemlich viel vom Charme eines Hobbyprojekts anderswo erfolgreicher Musiker an. Dass das kein Nachteil ist, zeigen etwa „Good Sign“ oder „Lying has to stop“, die locker-flockig wie Songs von Metronomy klingen. Freakstimmung ahoi, zumindest auch an sonnigen Wintertagen.

Philipp: Zumindest bei den charmant nerdigen Hooks am Anfang. In der zweiten Albumhälfte plätschert mir ihr mäandernder Soulpop dank diverser Wiederholungseffekte dann doch ein wenig zu planlos vor sich hin.