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The Breeders: All Nerve

Reicht es, wenn die Breeders auf ihrem Comeback so frisch klingen wie all ihre Epigoninnen?

Jede Woche stellen wir hier eine spannende Neuerscheinung zur Debatte. Es diskutieren Carsten Schrader, Verena Reygers und Mitja Steffens von der kulturnews. Und als Gast: Fabian Möller, der bei der Hamburger Band Marfa singt und Gitarre spielt.

Fabian: Als Teenie „Pod“ und „Last Splash“ auf CD im Zimmer meiner damaligen Freundin aus Bremen. Und auf Kassette im Zug von und auf die Insel. Von den Noughties bis jetzt dann eigentlich nur „Cannonball“ auf Partys – wohlwollendes Desinteresse hier. Jetzt ruft Kim sehr frisch „Guten Morgen!“. Werde ich im Frühling an einem guten Morgen auf meinem Balkon hören.

Mitja: Solch weitreichende Erinnerungen habe ich nicht vorzuweisen, deshalb höre ich das Album einfach für sich: Es trägt den Charme der 90er in sich und ist top eingespielte, aber wenig originelle Rockkunst. Da höre ich lieber mal wieder den Soundtrack zu „Cruel Intentions“.

Siegfried: Der Frühling ist leider noch nicht in Sicht, und dass ich die Platte pünktlich zu Balkon- und Dönerwetter wieder ausgraben werde, ist eher unwahrscheinlich. Aber wer wirklich auf ein neues Breeders-Album gewartet hat, der wird mit „All Nerve“ vermutlich glücklich werden. Die Band klingt keinen Deut weniger frisch als ihre Epigoninnen.

Carsten: Überraschend starkes Reunion-Album, aber so wenig wie ich bei „Cannonball“ vor Aufregung geknibbelt habe, mache ich es auch hier nicht. Bei mir bleibt vor allem das Bild, wie Vegetarier Siegfried zum Frühstück in einen Döner beißt.

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