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„The Chronology of Water“ Wasser des Überlebens

Kristen Stewart hat das Biopic „The Chronology of Water“ gedreht. Der Film startet jetzt bei uns in den Kinos.
Kristen Stewart hat das Biopic „The Chronology of Water“ gedreht. Der Film startet jetzt bei uns in den Kinos. (Foto: Eksystent Distribution)

Kristen Stewart hat mit „The Chronology of Water“ ein ehrliches Biopic über eine ehemalige Schwimmerin gedreht. In der Hauptrolle brillant: Imogen Poots. Der Film läuft jetzt im Kino.

Kristen Stewarts Regiedebüt erzählt die Geschichte einer Frau, die im Wasser einen Ort des Überlebens findet. Der Film verbindet körperliche Erfahrung mit Erinnerung und Trauma. Dabei verweigert er sich bewusst einfachen Erklärungen oder versöhnlichen Auflösungen. „The Chronology of Water“ läuft jetzt in den Kinos.

Wasser ist in Kristen Stewarts Film „The Chronology of Water“ mehr als nur ein schönes Bild. Es steht für Schutz, Gefahr und Widerstand zugleich. Erzählt wird die autobiografisch geprägte Geschichte der Schriftstellerin und ehemaligen Leistungsschwimmerin Lidia Yuknavitch. Im Wasser findet sie einen Ort, an dem sie mit schmerzhaften Erinnerungen und Gewalterfahrungen umgehen kann. Schwimmen wird so zu einem Akt des Überlebens und der Selbstbehauptung. Die Romanvorlage von Yuknavitch ist bekannt für ihre offene, schonungslose Sprache. Regisseurin Kristen Stewart (als Schauspielerin in „Love Lies Bleeding“)greift diese Haltung in ihrem Debüt auf und erzählt bewusst nicht geradlinig. Der Film springt in der Zeit, Erinnerungen brechen ab oder wiederholen sich. Ähnlich wie traumatische Erlebnisse im echten Leben. Besonders wirkungsvoll ist dabei, was der Film nicht zeigt: Gewalt wird nur angedeutet und wirkt gerade dadurch umso beklemmender. Imogen Poots („I know this much is true“) spielt Lidia mit großer körperlicher Präsenz und ohne jede Beschönigung. Ihre Figur ist widersprüchlich und nicht immer sympathisch, aber genau das macht sie glaubwürdig. Stewart verzichtet auf eine klassische Erfolgsgeschichte oder ein versöhnliches Ende. Stattdessen zeigt „The Chronology of Water“ einen offenen Lebensprozess – roh, ehrlich und unbequem.

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