FILM

Die Witwe und der Killer

Ausgerechnet Corona hat letztes Frühjahr die zehnte Staffel von „The Walking Dead“ gestoppt. Ein Virus! Eine postapokalyptische Serie! Im Sommer dann reichte der Sender Fox in Deutschland das Finale der Staffel nach, in der Maggie (Lauren Cohan) nach Jahren der Abwesenheit für wenige Sekunden sehr eindrucksvoll zurückkehrt. Versprochen wurden da auch sechs weitere Folgen, sozusagen als Bonus dafür, dass die Fans wegen Corona so lange hatten warten müssen.
Heute kommt die erste dieser sechs neuen Folgen von „The Walking Dead“, und im Mittelpunkt steht Maggie. Sie war schon in der ursprünglich mal finalen 16. Folge der 10. Staffel im Krankenhaus die Retterin ihrer Freunde vor den Whisperern, aber jetzt wird sie so richtig in den Kampf gegen die Reapers geschickt, der neue, gefährliche Gegner der Menschen von Alexandria. Der Pay-TV-Sender Fox strahlt die sechs neuen Folgen der zehnten Staffel der Zombieserie ab dem 1. März immer montags um 21 Uhr aus – gerade mal einen Tag nach der US-Ausstrahlung.
Die erste Folge widmet sich einerseits der Gruppendynamik der Kämpferinnen und Kämpfer von Alexandria. Neegan, der wieder frei ist, seit er Alpha im Auftrag Carols tötete, läuft Maggie über den Weg. Der Mörder und die von ihm mit dem Baseballschläger zur Witwe Gemachte, die mit ihrem Sohn zurückkehrt: Diese Konstellation könnte ein Treibsatz sein für eine rasante Beschleunigung im Ablauf der Handlung. Was dem entgegensteht: Der Sender hatte angekündigt, dass die neuen Folgen aufgrund der Coronaregeln in kleinen Gruppen spielen. Für Folge zwei kann das bestätigt werden, nicht aber für Folge eins, in der neben den Untoten vor allem der neue Gegner – die Reapers – im Rahmen eines eindrucksvollen Kampfes im Wald vorgestellt wird. Es wird Tote geben.
Nach diesen sechs Folgen wird es noch eine letzte, finale Staffel geben, dann, so haben die Macher angekündigt, ziehen sie den Vorhang zu diesem postapokalyptischen Endzeittheater endgültig zu. Auch mit den Spin-offs „Fear The Walking Dead“ und „World Beyond“ wird es nicht ewig weiter gehen. Das ist auch gut so, in der realen Welt gibt es schließlich genug Viren, die den gesamten Betrieb lahmlegen, da braucht’s nicht auch noch die Fiktion. jw

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