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Thomas Azier: Die Seele der Welt in „Love, Disorderly“

Thomas Azier
Foto: Obi Blanche

Der Durchburch gelang ihm 2012 mit „Red Eyes“. Nun beweist Thomas Azier, dass er zu den markantesten Stimmen des Avant-Pop gehört.

Noch nie hat sich Thomas Azier viel aus Genregrenzen gemacht. Auch mit seiner neuesten Musik bleibt der Niederländer dieser Einstellung und seinem unkonventionellen Stil treu. Den besten Beweis dafür liefert er mit dem Kurzfilm zu seiner neuen Single „Love, Disorderly“. Den Dokumentarstil des Films verantwortet der französische Regisseur Laurent Chanez, der für seine Montage Aufnahmen verwendete, die er rund um den Globus einfing, und die ein besonders authentisches Abbild fragiler Beziehungen und sozialer Gefüge darstellen. Trotz dieses hohen Anspruchs gelingt Thomas Azier ein klug arrangierter Song, der die Botschaft der Bilder passend untermalt.

„Ich finde, Laurent ist es damit gelungen, so etwas wie die ,Seele der Welt‘ einzufangen, in diesen Beobachtungen, die er da im Verlauf des Jahres 2019 zusammengetragen hat. Kombiniert liest es sich so, als würde man ein Buch durchblättern eine Ausgabe von National Geographic, dazu Instagram-Stories und die Nachrichten. Der Clip bildet den Ist-Zustand der Welt ab, ohne Bewertung, ohne narrative Eingriffe“, so Azier über das Video.

Bekannt wurde Thomas Azier 2012 mit seinem Song „Red Eyes“, welcher 2014 die Werbekampagne von Yves Saint-Laurent untermalte. Seitdem hat es ihn von Berlin und Paris bis nach Japan in verschiedenste Richtungen verschlagen. So hat der Niederländer zahlreiche Inspirationen gesammelt, die er nun in seine Kunst einfließen lässt. Mit „Love, Disorderly“ zeigt er sich nun als bahnbrechende Stimme des Avant-Pop.

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