KULTUR

Der Kabarettist Till Reiners und das Kottbusser Tor in Berlin

Till Reiners
Der Kabarettist Till Reiners ist mit seinem Programm „Flamingos am Kotti“ auf Tournee.Foto: Esra Rotthoff

Till Reiners hat eine rege Fantasie. So erfand er zu Beginn seiner Karriere nicht nur ein Praktikum beim Floristenfachmagazin florieren!, sondern baute diese Legende in Interviews durch weitere erfundene Details zum Praktikum auch noch aus, ehe er den ganzen Fake bekanntgab und so dem Spuk ein Ende setzte. Auch der „Karl Marx Poesiepreis“, den der Poetryslammer und Kabarettist im Jahr 2009 erhielt, hätte eine solche Erfindung sein können, allerdings findet man den Preis im Umfeld der Poetry-Slam-Stadtmeisterschaften Trier bei Recherchen im Internet: Der hanebüchene Titel ist real, auch Nico Semsrott hat den Preis schon erhalten.

Jetzt geht Till Reiners mit seinem neuen Programm „Flamingos am Kotti“ auf Tour, und man kann sicher sein: Die Verbindung von politischer Relevanz, rotzfrechem Auftreten und schrägstem Humor wird auch diesmal wieder sein Markenzeichen sein. Reiners gehört neben Moritz Neumeier – mit dem er seit Jahren das Duo-Format „Schund & Asche“ auf die Bühne bringt und den Podcast „Talk ohne Gast“ betreibt – zu den Erneuerern des Kabaretts. Auf 3sat ist Till Reiners ab sofort der Host des Satiremagazins „Happy Hour“.

Nichts verpassen! Einfach unseren Kultur-Newsletter abonnieren! Anmelden