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TV-Tipp: Abschied von Philip Seymour Hoffman in „A most wanted Man“

Philip Seymour Hoffman in „A most wanted Man“
Foto: rbb/Senator Film/Kerry Brown

John le Carré wusste, wovon er sprach: Der britische Autor hatte selbst lange für den Geheimdienst gearbeitet. Kein Wunder, dass seine Spionageromane zu den erfolgreichsten überhaupt gehören. Auch die Vorlage für „A most wanted Man“ stammt aus der Feder le Carrés. Anton Corbjin hat aus dem Roman einen packenden Thriller gemacht: Im Schatten von 9/11 sehen die Behörden überall nur noch islamistische Terroristen – vor allem in Hamburg, wo einer der Attentäter her stammte. Hierhin kommt der muslimische Flüchtling Issa Karpov (Grigoriy Dobrygin) und gerät ins Visier einer Antiterror-Einheit unter der Leitung des heruntergekommenen Günther Bachmann (Philip Seymour Hoffman).

Bachmann will Karpov nutzen, um an einen respektablen Gelehrten heranzukommen, den er für den Finanzier einer Terrororganisation hält. Doch der Verfassungsschutz macht ihm Druck: Er will Karpov so schnell wie möglich festnehmen. Der hat sich inzwischen die Unterstützung der Menschenrechts-Anwältin Annabel Richter (Rachel McAdams) gesichert. Alle Akteure haben ihre eigenen Pläne – und dann ist da auch noch die CIA …

„A most wanted Man“ ist nicht nur an sich, sondern heute vor allem als einer der letzten Filme des Hauptdarstellers Philip Seymour Hoffman sehenswert. Damals hat Volker Sievert, kulturnews-Kinoexperte, geschrieben: „Ein Film wie ein Requiem: Wenn Philip Seymour Hoffman in einer seiner letzten Rollen durch ein aus verrauchten Bars, engen Gassen und dem nebelverhangenen Hafen bestehendes Hamburg stapft und als deutscher Geheimdienstler versucht, im globalen Spionage- und Antiterrornetz den Kopf über Wasser zu halten, dann wird einem noch einmal schmerzlich bewusst, wie sehr man diesen Ausnahmeschauspieler, der Anfang 2014 starb, vermisst.“

„A most wanted Man“ läuft um 20.30 Uhr im rbb.

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